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Presse

Leitzmann-Plakette wieder im alten Glanz

29.12.2025
Zwei Männer stehen mit lachenende Gesichern vor einer hellen Hausfassade und zeigen nach oben auf eine große runde Plakette, die an der Hauswand angebracht ist.

Die 1977 am ehemaligen Pfarrhaus in Tunzenhausen angebrachte großformatige Plakette hat wieder ihr früheres Aussehen erhalten. Im Auftrag des Historisch-Technischen Museums wurde sie von Diplom-Restaurator Joachim Jendersie fachmännisch vom Rost gereinigt und die Plakette wieder in ihrer Ursprungsfarbe aufgebaut. So sind Inschrift und Bildnis auf der damals in Grauguss im Büromaschinenwerk hergestellten Plakette wieder gut sichtbar.

Das freut nicht nur Dr. Hans-Diether Dörfler, Leiter Historisch-Technisches Museum und Stadtarchiv. Auch Ortsteilbürgermeister Siegfried Schmidt findet lobende Worte für die gute Arbeit des Restaurators. Es sei schön, dass die Plakette nun wieder in ihrer ursprünglichen Weise hergestellt sei. Und er verweist mit Blick auf die Geschichte zugleich auf die Bedeutung, die Johann Jacob Leitzmann für Tunzenhausen hat.

Leitzmann hat nicht nur von 1831 bis 1877 als Pfarrer im Ort gewirkt. Er war auch Bibliograph, machte sich aber vor allem als Numismatiker einen Namen und war Redakteur und Herausgeber der ersten wissenschaftlichen Zeitung zum Thema Numismatik – der Erforschung des Geld- und Münzwesen – in Deutschland.

Der Anstoß zur Restaurierung der Leitzmann-Plakette erfolgte im Rahmen der Feierlichkeiten zum 225. Geburtstag von Leitzmann im Jahr 2023.

Die Plakette Leitzmanns am ehemaligen Pfarrhaus ist ein Werk des Künstlers Harald Stieding. Sein Sohn Jahn Stieding übereignete das Gipsmodell vom Sandguss der Leitzmann-Plakette dem Museum.

Gegenüber dem ehemaligen Pfarrhaus mit der Leitzmann-Plakette erinnert auf dem Gelände der Kirche eine Tafel an den weithin bekannten Pfarrer und Numismatiker Johann-Jacob Leitzmann, der im Jahr 1877 in Tunzenhausen verstarb. Der Heimatverein Tunzenhausen pflegt die Gedenkplatte. 
 

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