Sömmerda
Heimat im Thüringer Becken

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Geschichte

Zeitachse

876

Sumerda, Sumerde, Sumerdi

Über Entstehung und Bedeutung des Namens Sömmerda (früher Sumerda, Sumerde, Sumerdi usw) bestehen in der Hauptsache zwei Meinungen. Die erste und nach unserer Ansicht zutreffende, deutet den Wortstamm der früheren Namensform "Sumerda" - ferner nach seinen Bestandteilen Sump und mer = Sumpf und Moor, als Sumpfmoorstätte. Sömmerda bedeutet danach einen Ort in sumpfiger feuchter Gegend. 

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Siegel des Dorfes Sömmerda
1418

Im Jahre 1418 verkaufen die Schwarzburger Sömmerda zusammen mit Schallenburg an den Rat von Erfurt. Unter dessen Herrschaft wird Sömmerda erstmalig 1420 als opidum, d.h. Stadt oder Flecken, bezeichnet. Die städtischen Verhältnisse festigen sich in der Folgezeit. Der Städtische Rat von Sömmerda wurde erstmalig 1433 belegt. 

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1621

Ab 1621 hat Sömmerda zunehmend unter den Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges zu leiden. Vor allem die Lage an einem Unstrutübergang bedingte zahlreiche Durchzüge. Zusammen mit Kontributionen und Plünderungen führen diese zu einer Verelendung der Einwohnerschaft, die gleichzeitig durch verschiedene Epidemien dezimiert wird. 

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1703

Der Bau der St.-Petri-Kirche wird 1703 vollendet, der Bau des Turmes dagegen erst 1716. Die St.-Petri-Kirche wird als Ersatz der baufällig gewordenen gleichnamigen Kirche gebaut. Im Jahr 1710 bekommen die Zimmerleute für die Zunft ihres Handwerkes die Erteilung. Durch einen Großbrand im Jahr 1737 werden weite Teile der Unterstadt mit dem Wenigensömmerschen Tor und dem Turm vernichtet. 

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1802

Im Ergebnis des Friedens von Luneville wird Sömmerda 1802 von Preußen in Besitz genommen. Nach der Niederlage Preußens in den Schlachten bei Jena und Auerstedt kommt Sömmerda zu einem Gebiet, das unter direkter Verwaltung des französischen Kaisers Napoleon steht. 1806 kommt es durch die Franzosen zu einer Plünderung in Sömmerda. 

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1826

1826 entwickelt Dreyse ein Zündhütchen, für dessen Herstellung 1828 die Laborierbetriebe weit vor der Stadt an der Kreischaussee, der heutigen Weißenseer Straße, westlich der Unstrut, gebaut werden.

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1840

Nach langjähriger Erprobung und Weiterentwicklung des Zündnadelgewehres kommt es 1840 zu großen Staatsaufträgen. Das führt zum Bau der Gewehrfabrik von Nikolaus Dreyse vor dem Weißenseer Tor am Nordrand der Stadt, die im Jahre 1841 den Betrieb aufnimmt und in ihrer Blütezeit bis zu 1500 Beschäftigte hat. 

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1859

1859 kommt es zum Bau der ersten Wasserleitung vom "Ransch’ten Born" zum Marktplatz (öffentlicher Brunnen).Die erste kleine katholische St.-Franziskus-Kirche wird 1860 gebaut. 

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1900

Ab 1900 beginnt die Elektrifizierung der Stadt. Den Strom liefert das Wasserkraftwerk in Rohrhammer.
 

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1913

1913 wird der erste große Schulbau der Stadt an der Kölledaer Straße seiner Bestimmung übergeben, die heutige Salzmannschule. Der Bürgermeister Gustav Enzmann und Bruno Kronbiegel-Collenbusch werden im Jahr 1916 Ehrenbürger von Sömmerda. 1920 wird das Jugendheim (Schülerfreizeitzentrum) erbaut. Kapp-Putsch und Märzkämpfe finden in Sömmerda 1920 statt.

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1945

Den Krieg übersteht die Stadt ohne nennenswerte Zerstörungen. Nach der kurzen Besetzung durch amerikanische Truppen kommt Sömmerda zur sowjetischen Besatzungszone. Die Rüstungsindustrie wird enteignet. Selkado wird in der Folge als Rüstungsbetrieb demontiert, die wesentlichen Gebäude gesprengt. In den übriggebliebenen Gebäuden wird für einige Jahre das Lehrdorf der Volkssolidarität und in einem Neubau ein Lehrerbildungsinstitut eingerichtet. Später wird das Gelände vom Betriebsteil Sömmerda des Wohnungsbaukombinates Erfurt übernommen, heute Sömmerdaer Bauunion. Aus dem Selkado-Verwaltungsgebäude wird die Erweiterte Oberschule/Gymnasium.
 

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1960

Ab 1960 gibt es in Sömmerda, Wenigensömmern und Rohrborn die sozialistische Landwirtschaft, d.h. alle Landwirte einschließlich der Neubauern wurden in den Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften - LPG - "vereint". Um Sömmerda herum gibt es nur noch landwirtschaftliche Großflächen.
Anfang der 60er Jahre wird die Brauerei Böttner einschließlich Kartoffelflockenfabrik stillgelegt und im Zusammenhang mit dem Ausbau der F176 und der neuen Straßenkreuzung abgebrochen. 1963 wird das Soemtronhaus errichtet.

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1988

1988 wird mit der Stadt Böblingen die Städtepartnerschaft aufgenommen (Ratifizierung des Vertrages am 20.06.1988) und eine rege Zusammenarbeit gepflegt. Erneuerung des Vertrages am 04.05.1991.

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1994

1994 entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei Böttner ein modernes Büro- und Geschäftszentrum mit Tiefgarage - Rentaco.

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2012

Komplette Restaurierung der Stadtparkbrücke

Die Sanierung der Holzbrücke begann im März mit dem Vergabebeschluss des Stadtrates. Im April erfolgte die Hebung und  Zerlegung der Brücke.
Die Dach-Ziegel vom Errichtungsjahr 1904  wurden abgenommen, eingelagert und nachbildend neu gefertigt. 

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Stadtparkbrücke vor Sanierung
Hebung der alten Brücke
Mühlgraben ohne Brücke
Sanierte Brücke mit neu gestalteten Uferterassen