Sömmerda
Heimat im Thüringer Becken

JavaScript ist deaktiviert
Bitte aktivieren Sie JavaScript in Ihrem Browser, um den vollen Funktionsumfang dieses Internetangebotes nutzen zu können.

Ortschaft Leubingen/Stödten

Eingemeindung1994
EinwohnerzahlLeubingen: 814 (Stand: Mai 2019)
 Stödten: 87
Ortsteilbürgermeister    Kai-Uwe Hoffmann
 Sprechtag: individuelle Terminvereinbarung
 Telefon:  0172 6402775
 Sprechtag in Stödten:
 individuelle Terminvereinbarung
 Gemeinderaum
OrtsteilräteAntje Arnecke
 Andreas Fischer
 Ralf Hampe
 Kurt Quenzel
 Sandy Schwarze
 Udo Trapp


Die Ersterwähnung von Leubingen war im Jahr 891 in einer Schenkungsurkunde des Edlen UNARCH an das Kloster Fulda. 1528 kauft Graf Hans von Werthern Leubingen. 1565 wird eine einklassige Knabenschule im Ort gegründet. 1631 lagert der Schwedenkönig Gustav Adolf mit seinem Heer in der Leubinger Flur. Nach dem 30-jährigen Krieg (1618-48) lebten nur noch neun Familien in Leubingen...

Mit seinen rund 1.000 Einwohnern gilt Leubingen seit der Eingemeindung als größter Ortsteil der Stadt Sömmerda. Mit etwa 100 Einwohnern ist Stödten kleinster Ortsteil von Sömmerda. Bis zur Eingliederung in die Gemeinde Leubingen 1965 war Stödten eine selbständige Gemeinde.

An der Straße zwischen Leubingen und Stödten erhebt sich ein mächtiger Grabhügel - ein bedeutendes Denkmal der frühen Bronzezeit. Ausgrabungen am Leubinger Hügel brachten eine Grabkammer mit wertvollen Funden zum Vorschein. Gemeinsam mit der Himmelsscheibe von Nebra zählt das Hügelgrab von Leubingen zu den bedeutendsten Zeugnissen der Bronzezeit in der Unstrut-Region.

Durch die Heimatfreunde Leubingen e. V. wird die Dorfgeschichte intensiv gepflegt. Seit Juni 2005 hat im ehemaligen Pfarrhaus (1715) die Heimatstube ihren Platz gefunden, wo über 2.000 Ausstellungsstücke zu Tradition, Brauchtum und ländlicher Lebensweise informieren.

Im August 2007 wurde die neue Lossa-Brücke, als wichtige Verbindung des Unstrut-Radweges, in Leubingen eingeweiht.

Hochwasserschutzkonzept Ortsteil Stödten

Studie zur erweiterten Untersetzung des Hochwasserschutzkonzeptes für den Ortsteil Stödten auf Basis neuer Erkenntnisse - Zusammenfassung

Für die Ortslage Stödten und das umliegende Gewässersystem der Lossa wurden in 2013/14 die Überschwemmungsgebiete aus 2010 auf Basis von Modellmethoden im Rahmen eines Hochwasserschutzkonzeptes aktualisiert.

Zwischen 2014 und 2016 wurden u.a. einzelne hydrologische und geometrische Datengrundlagen aktualisiert. Aktuell liegen neue Daten (Digitales Höhenmodell) im 2x2m-Raster frei verfügbar vor. Darüber hinaus bestehen nun hydrologische Bemessungsgrößen für die Gewässersysteme Frauenbach und Sorge als prägende Nebengewässer der Lossa. Ergänzend dazu liegen des Weiteren Radarmessdaten von abgelaufenen Starkregenereignissen beim Deutschen Wetterdienst vor.

Aufgrund der neuen Erkenntnisse und zunehmender Starkregenereignisse in den vergangenen Jahren wurde das bestehende Hochwasserschutzkonzept Stödten aus 2013/14 mit den neu gewonnenen Erkenntnissen untersetzt. Dabei erfolgte, neben den HQT-Werten (Hochwasserabflüsse bestimmter Jährlichkeit) im Gewässer, eine modelltechnische Nachweisführung für zwei Starkregenereignisse mit einem zweidimensionalen Modell (2-HN-Modell). Betrachtet wurden zum einen das reale Ereignis vom September 2007 und zum anderen ein Extremwertereignis, welches statistisch gesehen alle 100 Jahre vorkommt. Weiterhin wurden die bereits hydraulisch untersuchten Einleitmengen durch die geplanten Industriegroßflächen IG 1.02/IG 3 berücksichtigt.

Durch Überlagerung der HQT-Werte (Hochwasserabflüsse bestimmter Jährlichkeit) im Gewässer und des Starkregenansatzes konnten neue Erkenntnisse zur Strömungssituation in der Ortslage Stödten gewonnen werden. Dahingehend wurde ein neuer Ist-Zustand (HQT + Starkregen) generiert, welcher zur Maßnahmenerweiterung und -anpassung herangezogen wurde.

Im Wesentlichen ist für die Ortslage Stödten ein von der Sorge entkoppeltes Entwässerungssystem vorgesehen, welches starkregenbedingte Zuflüsse sammelt und schadlos abführt. Dieses wird zunächst durch einen Vorlanddeich von der Sorge entkoppelt und erst im Bereich der BAB A71 der Sorge zugeführt.

Die hydraulische Nachweisführung des angepassten Maßnahmenkonzeptes erfolgte analog zum Ist-Zustand und zeigte, dass die Ortslage Stödten bei den Bemessungslastfällen (Extremwetterereignisse) von 2007 und dem 100-jäh rigen Ereignis geschützt werden kann. Abschließend erfolgte eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung der vorgesehenen Maßnahmen.

Die Studie wurde im Juni 2019 abgeschlossen und der Stadt Sömmerda übergeben.

Dieses Projekt wurde zu 75 Prozent durch den Freistaat Thüringen aufgrund  der Richtlinie zur Förderung des Hochwasserschutzes und der Fließgewässerentwicklung in Thüringen im Rahmen der „Aktion Fluss – Thüringer Gewässer gemeinsam entwickeln“ gefördert.