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Presse

Start in Sömmerda erleichtert

13.04.2022
Mitarbeiter der Stadtverwaltung übergeben Informationsmaterial an ukrainische Geflüchtete.

Die Stadt Sömmerda hat 27 Ukrainer:innen - vorwiegend Frauen und Kinder -, die wegen des Krieges in ihrer Heimat geflüchtet sind, mit einer Hilfsaktion aus Polen abgeholt.

Wichtig war und ist es, den Geflüchteten hier in Sömmerda Ruhe und Sicherheit zu bieten. Dafür haben zahlreiche Hände im Vorfeld der Ankunft der Ukrainier:innen gewirkt: Die von der Wohnungsgesellschaft Sömmerda mbH (WGS) zur Verfügung gestellten sechs Wohnungen – eine siebente Wohnung stand bereits möbliert bereit – wurden mit Möbeln und einem Satz Geschirr etc. eingerichtet, das Notwendige für die ersten Tage wie beispielsweise  Lebensmittel und Sanitärartikel bereitgestellt. Vieles davon stammte aus Spenden, zu denen die Stadt aufgerufen hatte. Kleine Willkommenspäckchen mit Sömmerdas Stadtplan, Stiften, Zettelblock sowie Wort-Bildkarten in Ukrainisch und Deutsch als Verständigungshilfe lagen bereit.

Währenddessen machte sich eine Gruppe von acht Fahrern gemeinsam mit Stefan Schmidt, Abteilungsleiter Kultur, Tourismus und Jugendarbeit und diealle Fäden für die Hilfsaktion in der Hand haltend, in vier Kleinbussen, beladen mit Hilfsgütern, auf den Weg in die Wojewodschaft Kleinpolen. Mit der in der Wojewodschaft liegenden Stadt Gorlice unterhält Sömmerda seit einiger Zeit freundschaftliche Beziehungen.

Aus der Wojewodschaft war die Bitte um Unterstützung bzw. Aufnahme von durch den Krieg in der Ukraine geflüchteten Menschen gekommen. Daraufhin waren die Vorbereitungen für die Abholung der 27 Ukrainer:innen ins Rollen gekommen.

Bei ihrer Hilfsaktion stand die Stadt in Verbindung mit der Ausländerbehörde beim Landratsamt. Diese ist für die Aufnahme und Registrierung von Geflüchteten im Landkreis zuständig.

In Polen war die Stadt Krakau Ziel des kleinen Konvois aus Sömmerda. Dort konnten die Hilfsgüter am Hauptbahnhof an lokale ehrenamtliche Helfer übergeben und somit ukrainische Geflüchtete vor Ort unterstützt werden, die dort in großen Zahlen täglich eintreffen.

Am nächsten Tag nahmen die Sömmerdaer 27 Ukrainer:innen in Krakau in Empfang und traten mit ihnen den Rückweg in die Kreisstadt an. „Die Eindrücke, die wir aus Krakau und von unserer Fahrt mitgenommen haben, werden noch lange nachhallen“, so Stefan Schmidt im Namen aller, die mit ihm nach Polen und zurück unterwegs waren.

Mittlerweile leben und wohnen die von der Stadt nach Sömmerda geholten geflüchteten Menschen aus der Ukraine bereits etliche Tage hier. Ein Team der Stadtverwaltung, auch hier hielt Stefan Schmidt alle Fäden in der Hand, hat sie bei Behördengängen begleitet, sie unterstützt, wo es notwendig war und den ein oder anderen Paten gefunden, der den Geflüchteten ebenso hilft.

Alle – die Geflüchteten als auch ihre Helfer und Unterstützer – blicken mit dem Wunsch und der Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende in der Ukraine auf die kommenden Wochen.

Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle an alle an der Sömmerdaer Hilfsaktion Beteiligten – sei es durch Sachspenden, Hilfsleistungen etc.!

Gleichzeitig  möchten wir darüber informieren, dass die Stadtverwaltung derzeit keine Sachspenden mehr für geflüchtete Ukrainer:innen annehmen kann, da die Lagerkapazitäten erschöpft sind.

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