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Presse

Erinnerung an jüdische Häftlingsfrauen in Sömmerda

15.09.2026
Im Torhaus 8 steht im Zentrum ein Edelstahlkubus. Die zur Eingangstür gerichtete Seite zeigt stilisiertes Stacheldraht sowie den Schriftzug Sömmerda 1944/1945. An der rechten Wand ist ein Gedicht einer der Häftlingsfrauen zu lesen.

Am Samstag, dem 19. September, gedenkt die Stadt Sömmerda mit einer Veranstaltung ab 16:30 Uhr im Saal des Dreyse-Hauses der Ankunft des ersten Häftlingstransports mit jüdischen Frauen in Sömmerda. 1216 ungarische Jüdinnen trafen vor 82 Jahren, am 19. September 1944, im Außenlager Sömmerda des KZ Buchenwald ein. Vier weitere Transporte folgten bis Januar 1945. Von September 1944 bis Anfang April 1945 mussten insgesamt 1300 Jüdinnen im Werk Sömmerda der Rheinmetall-Borsig AG Zwangsarbeit bei der Herstellung von Zündern und Munition leisten.

Interessierte sind zu der Veranstaltung herzlich eingeladen. Einlass ist ab 16:00 Uhr. Die Veranstaltung beginnt um 16:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Verbunden mit der Erinnerung an das Vergangene ist ein Blick auf das Gedenken in der DDR an den systematischen Völkermord an den Jüdinnen und Juden durch das nationalsozialistische Deutschland: Der Historiker Alexander Walther stellt sein Buch „Die Shoah und die DDR. Akteure und Aushandlungen im Antifaschismus“ vor und zur Diskussion.

In seiner Untersuchung, mit der er an der Friedrich-Schiller-Universität Jena promoviert wurde, geht Walther der Frage nach, wie in der DDR jenseits des staatlich verordneten Antifaschismus an die Verfolgung und Ermordung jüdischer Menschen im Nationalsozialismus gedacht wurde.

Die Lesung mit anschließender Diskussion wird ermöglicht durch die Unterstützung der Thüringer Landeszentrale für politische Bildung.

  • Saal im Dreyse-Haus, Weißenseer Straße 15
  • Einlass ab 16:00 Uhr
  • Beginn 16:30 Uhr
  • freier Eintritt

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Am 5. März in Stadtverwaltung und Einrichtungen

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Ein Ausschnitt der Internetseite, auf der zu den Motiven fürs Malbuch abgestimmt werden kann. Dargestellt sind einige der zur Auswahl stehenden Motive in Schwarz-Weiß. Ganz oben steht Umfrage zum Malbuch. Darunter folgender Text: Wecle Bilder sollen in das Maluch aufgenommen werden: Wähle bis zu 12 Bilder, welche in das Malbuch aufgenommen werden sollen.

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Im Inneren des gedenk- und Bildungsortes "Tor 8" steht auf einem Backsteinsockel ein Kubus aus Edelstahl. Die Vorderseite zeigt eingelasertes Stacheldraht als Zeichen für den ehemaligen Außenstandort des KZ Buchenwald in Sömmerda. In der Mitte der Vorderseite stehen das Wort Sömmerda und die Jahreszahlen 1944 und 45. Im Hintergrund steht an der grauen Wand mit weißen Buchstaben das Gedicht "Grau". Verfasst hat es während ihrer Zeit im Außenstandort Sömmerda des KZ Buchenwald eine der jüdischen Häftlingsfrauen. Die Überschrift des Gedichtes ist in Ungarisch, Hebräisch und Deutsch angebracht.

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