Sömmerda
Heimat im Thüringer Becken

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Presse

75 Jahre nach Kriegsende

Seit dem 11. Mai kann im Historisch-Technischen Museum Sömmerda im Dreyse-Haus ein Bild besichtigt werden, das von Szerena Moskovitz 1944 im KZ-Außenlager Sömmerda gemalt wurde. Die ungarische Jüdin, geboren am 21. Juni 1915 in Balyu (heute: Batiovo, Ukraine), wurde aus Ungarn über Auschwitz nach Gelsenkirchen und dann zur Zwangsarbeit bei der Sömmerdaer Rheinmetall verschleppt.

„Ursprünglich war eine kleine Ausstellung zum 75. Jahrestages der Befreiung am 08. Mai geplant. In ihr sollte das Bild im Mittelpunkt stehen. Die Beschränkungen des öffentlichen Lebens im Zuge der Corona-Pandemie erzwangen bereits das vorzeitige Ende einer Sonderausstellung und lassen aktuell lediglich die Präsentation des Gemäldes zu“, so Dr. Ulf Molzahn, Leiter des Museums und Archivs Sömmerda.

Die Mitarbeiter des Museums erfuhren durch Zufall von der Existenz dieses Gemäldes. Die Sömmerdaer Familie Müller, die das Bild in ihrem Besitz hat, leiht es nun dem Museum Sömmerda für Ausstellungszwecke. Dafür übernahm die Stadt Sömmerda im vergangenen Jahr die notwendige Restaurierung. Diese wurde von Dipl. Restauratorin Roswitha Dreysse aus Quedlinburg ausgeführt.

Die Ölmalerei auf ungrundierter Pappe zeigt eine idyllische Landschaft, wobei es sich wahrscheinlich um die ungarische Heimat der Malerin handelt. Neben der Signatur kennzeichnet die Häftlingsnummer 12214 die Künstlerin, erklärt der Museumsleiter. Die Nummer lässt sich auf der Transportliste finden. Die Rückseite des Bildes ist mit: „KZ Häftling aus Ungarn, Weihnachten 1944“ beschriftet.

„Wir wollen mit der Ausstellung des Bildes erinnern und zum Nachdenken anregen. Wir hoffen, dass sich Betrachter einmal die Frage stellen, warum diese Frau nach Sömmerda gekommen ist“, so der Museumleiter weiter. 

Das Gemälde ist zunächst noch bis zum 14. Juni zu den folgenden Öffnungszeiten             

Montag 10:00-12:00 Uhr / 14:00-16:00 Uhr
Dienstag10:00-12:00 Uhr / 14:00-16:00 Uhr
Mittwoch  10:00-12:00 Uhr
Donnerstag10:00-12:00 Uhr / 14:00-16:00 Uhr
Freitag10:00-12:00 Uhr
Samstag geschlossen
Sonntag  14:00-17:00 Uhr

 

im Museum zu sehen.

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