Kunst in der Stadt

Zur Entstehung von "Pomona" und "Fortuna" ...

"Pomona" in der Marktstraße
"Fortuna-Brunnen" auf dem Obermarkt
Prof. Wolfgang Dreysse mit dem Modell der "Minerva"

Sömmerdas Stadtzentrum hat sich in den vergangenen Jahren durch aufwändige Sanierungsmaßnahmen verändert. Heute prägen zwei Bronze-Skulpturengruppen als sehens- und erlebenswerte Details das Bild von Marktstraße und Obermarkt. Der Bildhauer Prof. Wolfgang Dreysse, ein gebürtiger Sömmerdaer, der heute in Quedlinburg lebt, entwickelte ein Konzept, das dreidimensionale Bildgestaltungen an mehreren Standorten der Innenstadt vorsieht. Die antiken Göttinen Pomona und Fortuna - und bald auch Minerva - verkörpern jeweils ein Bildwerk, mit dem ein Stück Geschichte der Stadt mit ihren Bauten und ihren Menschen, mit unverwechselbaren und Identität stiftenden Bildobjekten dargestellt wird.

Im September 2010 wurde der erste Standort in der Marktstraße am ehemaligen Wenigensömmerschen Tor eingeweiht – die „Pomona“. Durch den Bildhauer wurden bei dieser Bronze-Skulpturengruppe die eins landwirtschaftliche Prägung Sömmerdas in Szene gesetzt. Das Ensemble wird überragt von Pomona, der Göttin der Feldfrüchte und des Obstes. Zur Szenerie gehöre zudem Gänse, Kühe, Bäuerinnen, der Ernteumzug, der in Sömmerda seinen Ursprung im Jahr 1817 hat, sowie die Kirchtürme der Stadt und ihrer Ortsteile.

Die zweite Skulpturen-Gruppe, der „Fortuna-Brunnen“, konnte am 02. Oktober 2014 auf dem Obermarkt eingeweiht werden. Prof. Wolfgang Dreysse hat bei der "Fortuna"-Figurengruppe den Akzent auf die industrielle Entwicklung Sömmerdas und der Region seit dem frühen 19. Jahrhundert gelegt. Stellvertretend dafür stehen unter anderem Nicolaus von Dreyse als Firmengründer und Erfinder des Zündnadelgewehrs, die Dreyse-Mühle mit Mühlrad, Industriearbeiter sowie der Wasserturm. Fortuna- antike Göttin des Glücks - ist mit zwei Füllhörnern dargestellt.
Zur Finanzierung des städtischen Eigenanteils - Fördermittel flossen von Bund und Land - für das Kunst-Objekt "Fortuna" gründete sich 2012 aus der interessierten Bürgerschaft aus Sömmerda und der Region der Freundeskreis „Fortuna-Brunnen“. Durch sein unermüdliches Agieren und mit zahlreichen Aktivitäten, Gesprächen und einem Benefizkonzert schaffte es der Freundeskreis, innerhalb eines halben Jahres die notwendigen finanziellen Mittel über Spenden bereitzustellen. Mit rund 71.000 Euro wurde das selbst gesteckte Spendenziel sogar noch übertroffen. Alle Spender sind auf einer Edelstahltafel benannt.

Mit der Skulpturengruppe "Minerva" soll die Sömmerdaer Trilogie vollendet werden. Mit Minerva wird Bildung und Kreativität in der Stadt auf künstlerische Weise in Szene gesetzt. Standort für die "Minerva", benannt nach der antiken Göttin der Weisheit, wird der Bereich zwischen Bonifatius-Kirche, Salzmann-Geburtshaus und Pfarrhaus sein. Bis Ende 2018 soll das dritte Kunst-Projekt umgesetzt sein.
Auch für die "Minerva" hat der Freundeskreis eine Spendenaktion ins Leben gerufen, der sich über 200 Spender - Bürger, Vereine, Firmen und Institutionen - anschlossen. Rund 70.000 Euro kamen innerhalb weniger Monate auf dem Spendenkonto zusammen.

Der Dank gilt allen Unterstützern!