Archivierte Wirtschaftsnachrichten

Hema-Geschäftsführer Roland Schwinger (l.) und Marcel Braune, Leiter des Bereiches Lager (2. v. r.), zeigten die Vielfalt der Lederwaren. Auch Bürgermeister Ralf Hauboldt (r.) hatte Nachfragen.
Beim Rundgang führte Vertriebsleiter Matthias Wolf (r.)  Teilnehmer des Unternehmertreffs auch durch die Produktion. Hier zeigt Mitarbeiter Enrico Kirchner (l.) einen der Produktionsschritte bei der Fertigung von Einlagen-Rohlingen.

16. Unternehmertreff Bürgermeister - Gastgeber HEMA Orthopädische Systeme GmbH bot interessante Einblicke in die international agierende Firma

Auch in diesem Jahr setzte Bürgermeister Ralf Hauboldt die Tradition des „Unternehmertreff Bürgermeister“ fort. Seiner Einladung  für den 10. März folgten 33 Vertreter von Unternehmen und Institutionen nach Tunzenhausen. Dort war die HEMA Orthopädische Systeme GmbH Gastgeber für das Treffen, zu dem verschiedene Informationsvorträge ebenso gehörten wie ein Rundgang durch den Betrieb.

Der Bürgermeister eröffnete den Unternehmertreff mit einem Überblick zu städtischen Investitionen - nicht ohne dabei die schwierige finanzielle Situation zu erwähnen, in der sich die Stadt befindet. Er sei allerdings optimistisch, dass „wir die Null für einen ausgeglichenen Haushalt schaffen“. Hau-boldt spannte den Bogen bei den geplanten bzw. begonnenen Vorhaben vom 2. Bauabschnitt der Langen Straße über die beantragte Aufnahme von Frohndorf/Orlishausen ins Dorferneuerungsprogramm, Busbahnhof, Riedtorbrücke und Allwetterplatz bis hin zu den künftigen Wohnbaugebieten Offenhain Nord, Klingersiedlung und Lessingplatz.

An die Runde der anwesenden Unternehmensvertreter richtete Hauboldt die Anfrage, ob sich diese einen „Tag der offenen Tür“ in den Gewerbegebieten „Am Unterwege“ und „Am Oberwege“ ähnlich der im vergangenen Jahr stattgefundenen Veranstaltung im Gewerbegebiet „Kiebietzhöhe“ vorstellen können. Er würde sich freuen, so der Bürgermeister, wenn sich gemeinsam ein Termin dafür in diesem Jahr finden ließe.

Noch einmal auf die Finanzen der Stadt zurückkommend, wollte der Bürgermeister nicht unerwähnt lassen, „dass wir angehalten sind, nicht nur die Ausgaben zu reduzieren, sondern auch über die Einnahmen nachzudenken. Und dabei werden wir uns mit Sicherheit auch über die Gewerbesteuer unterhalten müssen“.

Den Informationen des Bürgermeisters schlossen sich Ausführungen von Heiko Thiem, Geschäftsstellenleiter in Sömmerda der Agentur für Arbeit, sowie von Ronald Jost, Leiter des Kundencenters Mittelthüringen der Thüringer Aufbaubank, an. Letzterer informierte die Anwesenden über Fördermöglichkeiten der Thüringer Aufbaubank für kleine und mittlere Unternehmen in der neuen Förderperiode bis 2020. Wobei er bei einigen der Programme nur von dem sprechen konnte, was geplant ist, da die entsprechenden Richtlinien noch nicht veröffentlicht sind.

Dem Betriebsrundgang in der HEMA Orthopädische Systeme GmbH ging eine kurze Vorstellung des Unternehmens durch Geschäftsführer Roland Schwinger und Matthias Wolf, Leiter Vertrieb/Export im Unternehmen, voraus. Seit 1995 am jetzigen Standort „An der Brückwiese“ in Tunzenhausen ansässig, zählt die Firma mittlerweile 110 Mitarbeiter. Die Produktpalette umfasst Einlagen-Rohlinge entsprechend orthopädischem Standard bzw. zur Prophylaxe - hier allein 20.000 verschiedene Modellvarianten -, des weiteren Leder und textile Stoffe für Einlagen sowie Form- und Schuhkomponenten. Zudem ist die Firma im Vertrieb von Verbrauchsmaterialien und fachspezifischem Zubehör tätig.

Der Jahresumsatz liegt bei knapp acht Millionen Euro. Im vergangenen Jahr konnte ein Wachstum von rund 27 Prozent verzeichnet werden.
Kunden der HEMA Orthopädische Systeme GmbH sind unter anderem Sanitätshäuser, Orthopädieschuhmacher und -techniker sowie Apotheken. Das Unternehmen verkauft seine Produkte weltweit und ist international auch auf vielen Fachmessen, unter anderem in Dubai und Mailand, vertreten.
Um dem wachsenden Exportgeschäft gerecht zu werden, eröffnet die HEMA Anfang Juli eine Produktionsstätte in Polen. „Aber auch hier am Standort Tunzenhausen wollen wir weiter wachsen“, versicherte Matthias Wolf.

Den Unternehmertreff rundeten zwei weitere Vorträge ab. In einem informierte Andreas Krey, Geschäftsführer der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Thüringen, zu „Außenwirtschaftsaktivitäten Thüringen International 2015“.  So unterstützt die LEG beispielsweise beim Knüpfen und der Pflege direkter Kontakte im Ausland, schafft Netzwerke, betreut ausländische Wirtschaftsdelegationen.

Ein Lob des LEG-Geschäftsführers ging an die Adresse des Bürgermeisters für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt insbesondere auch bei der Entwicklung des „Alte-Ziegelei“-Campus sowie der Industriegroßfläche IG 3.

Ralf Hauboldt dankte dem gastgebenden Unternehmen für die Möglichkeit, den Unternehmertreff in der Firma durchzuführen und wünschte weiterhin gute Geschäfte und eine positive Entwicklung. „Wir sind als Verwaltung für Sie da“, betonte der Bürgermeister.
Im Anschluss an die Vorträge und den Betriebsrundgang blieb für die Anwesenden noch Zeit für einen Gedankenaustausch. 

„Unternehmertreff Bürgermeister“ (16. April 2013)

14. Veranstaltung fand wieder großes Interesse der ortsansässigen Unternehmerschaft

Bürgermeister Ralf Hauboldt hatte, gemeinsam mit den Gastgeberfirmen am Service & Logistik Campus „Alte Ziegelei“, Vorstände, Geschäftsführer und Betriebsleiter strukturbestimmender Industrie- und Landwirtschaftsbetriebe sowie Vertreter öffentlicher Institutionen zum alljährlichen und in diesem Jahr 14. Treffen eingeladen.

Die Tagesordnung wies in diesem Jahr keine externen Referate aus; im Mittelpunkt stand die Besichtigung, bei der sich die drei größten Service-Firmen am Standort im Gewerbegebiet „Erfurter Höhe“ vorstellten.

Reinhold Aschenbrenner, Betriebsleiter der Fujitsu Technology Solutions GmbH (FTS), umriss die Konstellation der Unternehmen am Service & Logistik Campus. Ausgehend von der Geschichte des einstigen Fujitsu-Siemens-Standortes erläuterte er die besondere Zusammenarbeit mit den anderen beiden Gastgeberfirmen, Regenersis (Sömmerda) GmbH und RTS Elektroniksysteme GmbH & Co. KG. Ein Musterbeispiel der „regionalen Kooperation“, zeigten sich die Gäste beeindruckt, denn im eigentlichen Sinne sind die drei Unternehmen Wettbewerber.

Doch es kann funktionieren, wenn Führungspersönlichkeiten „am Start sind“, die mit Fachkenntnis und taktischem Gespür ihre administrativen Aufgaben erfüllen:

So hat z. B. der eine Betrieb einen Spezialisten für die Zoll-Angelegenheiten und regelt diese für alle drei Unternehmen, während der andere sich um das gesamte Recycling von Kartonage bis hin zur Rückführung der wertvollen Metalle kümmert.

Kai-Michael Dröge, Betriebsleiter RTS in Sömmerda erläuterte während der Betriebsbegehung, wie das Logistik Handling innerhalb der RTS-Gruppe aber auch übergreifend am Campus läuft .Er zeigte den Gästen das Hochregal-Lager, ein Vorzeigebeispiel für effiziente Lagerverwaltung, punktgenaue Ersatzteilversorgung und Versand - ein Multi Brand Warehouse Handling. Das Unternehmen trägt sich mit Erweiterungsplänen, eine Information, die den Bürgermeister und die Partnerfirmen freute.

Der dritte Gastgeber, die Regenersis (Sömmerda) GmbH ist eine von drei bundesweiten Standorten von Regenersis, einem zu 100% zur englischen, börsennotierten Regenersis Gruppe gehörenden Unternehmen.

Herr Thomas Henning, dienstjüngster Betriebsleiter am Campus – seit 01. Januar im Dienst -, umriss Werdegang und Geschäftsfeld von Regenersis Sömmerda. Seit Juli 2007 ist das Unternehmen hier ansässig.

Hintergrund der Ansiedlung war eine strategische Partnerschaft mit der damaligen Fujitsu Siemens Computers GmbH (FSC). In deren Auftrag wurden Reparaturen an FSC Notebooks durchgeführt, um Logistikwege und Umlaufzeiten kurz zu halten. Später kamen neue Geschäftsfelder hinzu und so ist Regenersis Sömmerda heute beispielsweise das Kompetenz-Zentrum in der Regenersis Gruppe für mobile, bargeldlose Bezahlterminals. In diesem Bereich werden gegenwärtig umfangreiche Service-dienstleistungen von der Konfiguration und Distribution von Neugeräten bis hin zur Reparatur erbracht. Sehr hohe Qualitäts- und vor allem Sicherheitsstandards sind einzuhalten.

Der Bürgermeister dankte den Gastgeberunternehmen dafür, dass sie die Veranstaltung ausgerichtet und ihre Betriebe geöffnet haben. Er zeigte sich sehr beeindruckt von den Leistungen der global agierenden Unternehmen und dem besonderen Partnerschaftsmodell. Sehr erfreut ist er als Stadtoberhaupt natürlich über die 613 Arbeitsplätze am Standort, die das soziale Gefüge sehr positiv beeinflussen.

In seinen anschließenden Ausführungen stellte er die Pläne der Stadt im Haushaltsjahr 2013 dar und gab einen Ausblick für den darauf folgenden Zeitraum bis 2016.

Mit den Arbeiten zur Wirtschaftsachse Teilbereich II – Nebenanlagen Bahnhofstraße, wurde bereits für alle ersichtlich begonnen. Als weitere Maßnahmen nannte der Bürgermeister den 3. Bauabschnitt Lange Straße, und diverse Sanierungsarbeiten in den Kindereinrichtungen wie „Flax und Krümel“ oder „Bummi“. Im Rahmen der Teilnahme am Bundeswettbewerb Entente Florale stehen z. B. die Sanierung des Stadtparks, 2. BA, sowie die Neugestaltung und Erschließung des Busbahnhofs Sömmerda auf dem Plan.

Schwerpunkte der „Stadtplanung“ werden Energetische Quartierskonzepte für den Gartenberg und die Pestalozzistraße sein. Im Rahmen der „Stadtsanierung“ wird die Altstadtsanierung und die Sanierung des Wohngebietes „Neue Zeit“ weitergeführt. Bei der „Dorfentwicklung“ wurden die Erstellung eines Baulückenkatasters für alle Ortsteile genannt und diverse Maßnahmen bei der Dorferneuerung in den Ortsteilen, wie Schallenburg und Tunzenhausen.

Im Bereich Umwelt stehen ein weiterer Abschnitt der Renaturierung Monna sowie die Erstellung eines Gewässerentwicklungskonzeptes für die Lossa und eines Hochwasserschutzkonzeptes für den Ortsteil Stödten an.

Der Bürgermeister beschloss seine Ausführungen mit Informationen zum Projekt Großinvestitionsfläche (IG 3), als größtem Vorhaben im Rahmen der Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes bis 2017. Das Projekt wurde auf Initiative der Landesregierung in die Priorität 1 der mit Vorrang zu entwickelnden Standorte gestuft und wird gemeinsam mit der Thüringer Landesentwicklungsgesell-schaft und der Stadt Kölleda realisiert werden.

Abschließend bedankte er sich bei den ortsansässigen Unternehmern für ihr Engagement und die geleistete Arbeit. Er wünschte allen weiterhin viel Erfolg und lud sie schon jetzt zum 15. „Unternehmertreff Bürgermeister“ ein, denn aufgrund des uneingeschränkten Interesses an der Veranstaltung wolle er gern daran festhalten.

Betriebsbesuch (05. März 2013)

Bürgermeister Ralf Hauboldt besuchte HEMA Orthopädische Systeme GmbH

Der erste Betriebsbesuch 2013 führte Sömmerdas Bürgermeister Ralf Hauboldt nach Tunzenhausen in die HEMA Orthopädische Systeme GmbH, einem der ersten Ansiedlungen im Gewerbegebiet „An der Brückwiese“ in Tunzenhausen.

1991 kam Helmut Marka aus dem hessischen Rodenbach nach Tunzenhausen. Der gelernte Orthopädieschuhtechniker hatte schon einige Berufserfahrung gesammelt und das Ansinnen, sich in seinem Beruf selbständig zu machen.

Gedacht – getan, die politische Wende und tiefgreifende wirtschaftliche Umstrukturierung in den Neuen Bundesländern kam ihm zugute. Gemeinsam mit seinem ersten Mitarbeiter Willi Krebs baute er die Firma HEMA als Einzelunternehmen auf. Es entstand ein Betrieb zur Produktion orthopädischer Systeme. Das erste Firmendomizil war ein altes massives LPG-Gebäude, welches später über die Treuhand von der LPG käuflich erworben und zu einer modernen Produktionsstätte umgebaut werden konnte.

Durch viele gute Geschäftsbeziehungen sowie Kontakte zu Sanitätshäusern und orthopädischen Fachbetrieben hat Herr Marka in kurzer Zeit die Auftragslage für das Unternehmen stabilisiert und so frühzeitig beste Voraussetzungen für die weitere Entwicklung des jungen Unternehmens geschaffen.

Neben der Auftragsbeschaffung war er auch für Materialbeschaffung sowie für alle bürotechnischen Aufgaben zuständig.

Herrn Krebs, Industriemeister im Büromaschinenwerk Sömmerda, oblag die Organisation und Überwachung der Produktion sowie für die Einteilung der Mitarbeiter, deren Anzahl aufgrund der stabilen Auftragslage stetig stieg. Willi Krebs arbeitete mit großem Engagement und konnte seine umfangreichen Erfahrungen aus der früheren Tätigkeit in das Unternehmen einbringen und er fungierte auch als Stellvertreter von Herrn Marka.

1994 erfolgte die Umwandlung in die HEMA Orthopädische Systeme GmbH. Zu dieser Zeit holte sich HElmut MArka, Begründer, Namensgeber und Geschäftsführer, mit Herrn Roland Schwinger mehr betriebswirtschaftliche Kompetenz ins Unternehmen. Herr Schwinger wurde als bürotechnischer und kaufmännischer Geschäftsführer eingestellt. Herr Krebs war nach wie vor mit der Produktionsleitung und –organisation sowie mit dem Personalwesen betraut. Er gestaltete die Geschicke des Betriebes weitere neun Jahre mit, bevor er sich im Oktober 2003 in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedete.

1995 erfolgte der Umzug in das neu errichtete, moderne Produktionsgebäude im Gewerbegebiet „An der Brückwiese“ in Tunzenhausen.

Das war nicht die einzige Investition, der Maschinenpark musste erweitert werden. Dazu wurden direkt nach dem Umzug Maschinen der Fa. Kompart Weißenfels bezogen, die zum größten Teil noch zu DDR-Zeiten konzipiert wurden. Die Technologie konnte die Fa. HEMA damals komplett übernehmen und einsetzen.

Von AWM Arnstädter Werkzeug- und Maschinenbau GmbH wurden die für die zahlreichen individuellen Modelle erforderlichen Werkzeuge z.B. für die Tiefziehpresse gekauft. Das Thüringer Unternehmen arbeitet direkt nach Anforderung der HEMA.

Das Produktionsprofil des Tunzenhäuser Unternehmens umfasst Herstellung und Vertrieb von orthopädischen Einlagerohlingen, von orthopädischen Spezialerzeugnissen, wie Diabetikerschuhen, Bequem- und Antivarusschuhen sowie diversen Verbrauchsmaterialien. Seit der Gründung wurden ca. 20.000 verschiedene Artikel bzw. –varianten entwickelt und produziert. Zwei Entwickler sind damit befasst, anforderungsgerechte und kundenoptimierte Produkte sowie die entsprechenden Werkzeuge zu konstruieren.

Als ein reiner Produktionsbetrieb beliefert die HEMA orthopädische Fachbetriebe, z. B. das Fachgeschäfte von Orthopädieschuhmachermeister Kannegießer in der Sömmerdaer Mühlstraße, welche als Dienstleister für die Kunden und Patienten da sind.

10 Außendienstmitarbeiter sind bundesweit tätig und stehen mit den Kunden, wie Sanitätshäusern, Orthopädietechnik und –schuhtechnikbetrieben sowie Schuhmachern in engem Kontakt.

Die finanziellen Möglichkeiten der Kunden, die Budgetierung der Fachärzte und die geänderten Zuzahlungsmodalitäten beeinflussen im nationalen und internationalen Markt die Akquisetätigkeit der HEMA GmbH. Gab Herr Schwinger beim Letzten Bürgermeister-Besuch zu bedenken, dass „… sich jeder um seine Frisur, aber nur wenige so richtig um die Füße kümmern!“, muss man leider einschätzen, dass sich an der Situation nur wenig geändert hat. Jedoch ist die HEMA jetzt nicht nur national sondern auch international breiter aufgestellt, betreut insgesamt fast 1.600 Kunden und kann solche Schwankungen besser kompensieren.

Der Fachwelt präsentiert sich das Unternehmen auf renommierten Messen, wie z.B. in Garmisch-Partenkirchen, Hannover oder Mainz sowie auf der der Weltmesse für Orthopädie und Rehatechnik in Leipzig. Aber auch Dubai ist jetzt ganz nah. Die Präsentation auf der Arab Health - Fachmesse ist aufgrund des internationalen Publikums von besonderer Bedeutung.

Der Export wird direkt oder über Zwischenhändler organisiert; der Hauptabsatzmarkt befindet sich aber nach wie vor in Deutschland.

Obwohl die Produktion rechnergestützt abläuft, ist 50% der Produktion Handarbeit. Das Unternehmen hat mit sechs Arbeitskräften begonnen, heute gehören 102 Mitarbeiter, davon 65 % Frauen. Es wird im Drei-Schicht-System gearbeitet. Vier Azubi gehören zur Belegschaft. In den zurückliegenden Jahren wurden kontinuierlich Auszubildende erfolgreich mit vorwiegend guten bis sehr guten Noten zum Abschluss geführt.

Die Geschäftsführer schätzen die Arbeitsdisziplin und die hohe Flexibilität der Mitarbeiter, denn nur so kann schnell auf Kundenwünsche reagiert werden. Das wiederum ist eine Grundvoraussetzung, um den Kundenstamm zu halten und eine kontinuierliche Auftragslage zu sichern. Auch der buchhalterische Part wird im Unternehmen selbst erledigt. 15 Mitarbeiter in der Verwaltung „wachen“ abrechnungstechnisch über die Produktion und steuern die betriebsinternen Abläufe.

Der Bürgermeister war erfreut über die kontinuierliche und positive Entwicklung des Unternehmens, welches in der Region dringend notwendige Dauer-Arbeitsplätze schafft. Er wünschte den Geschäftsführern weiterhin alles Gute bei ihrer unternehmerischen Tätigkeit.

ERDRICH feierte 20-Jähriges (16. Juni 2012)

Mit einem Jubiläumsfest für die Mitarbeiter am 16. Juni im Werk ohne Namen und einem Tag der offenen Tür am darauf folgenden Tag feierte das Unternehmen Erdrich-Umformtechnik in Orlishausen sein 20-jähriges Bestehen. Das Mutterunternehmen in Renchen-Ulm zelebrierte sogar sein 50-jähriges Jubiläum.  

“Heute wollen wir gemeinsam feiern und genießen”, gab Firmenchef Nicolas Erdrich die Zielstellung des Abends vor. Zuvor begrüßte er rund 500 Mitarbeiter, Geschäftspartner und Gäste, darunter der künftige Bürgermeister Ralf Hauboldt und der scheidende Landrat Rüdiger Dohndorf. Begleitet von stehendem Beifall dankte Nicolas Erdrich (Foto l.) seinen Eltern mit den Worten: “Mama, Papa - ich bin stolz auf euch.“

Besonderer Dank galt Vater Georg, der 1992 eine Entscheidung getroffen hat, die heute mehr als 500 Familien der Region sichere Arbeit bietet. Auf 20 Jahre erfolgreiche Unternehmensentwicklung am Standort Orlishausen blickte der ehemalige Betriebsleiter Wolfgang Elliger zurück, die er ebensolange mitbestimmte. Der heutige Pensionär erinnerte an die Unternehmensgründung 1992 und ließ wichtige Stationen der Unternehmensgeschichte eindrucksvoll Revue passieren. “Aus dem zarten Pflänzchen von damals hat sich inzwischen ein moderner Automobilzulieferant von anspruchsvollen, hochkomplexen Teilen, Baugruppen und Werkzeugen entwickelt”, stellte Elliger mit Freude fest.

Heute beschäftigt das Unternehmen in Orlishausen 527 Mitarbeiter, dazu 50 Leiharbeiter. Damit ist Erdrich der größte Arbeitgeber der Stadt und neben MTC Kölleda und Muhr und Bender in Weißensee auch des Landkreises, gehört zu den Vorzeigeunternehmen der Region und genießt den Respekt der gesamten Branche. Seit 1997 bildet die Firma eigenen Nachwuchs aus und wurde als vorbildlicher Ausbildungsbetrieb schon mehrfach geehrt.

Die Entwicklung am Standort Orlishausen erlebte Elliger in drei wesentlichen Phasen, die er selbst aktiv mitgestaltete: 1. Gründungs- und Startphase (1991-1996) / 2. Konsolidierungsphase (1997-2000) 3. Wachstums- und Erweiterungsphase (2001-2011). Erweiterungsbauten wurden 2001 und 2003 realisiert und die Plankapazität von 8 Mio. auf 17 Mio. Bremskolben verdoppelt. Mit der Inbetriebnahme der Montagehalle (5) wurden Voraussetzungen  für die Großserienfertigung geschaffen. Die konzentrierte Einbindung des Standortes Orlishausen in den zunehmend global tätigen Firmenverbund erfolgte 2011 mit der Fusion von Sander UT und Erdrich UT.

Inzwischen steht die vierte Erweiterung in Orlishausen an. Bis Ende des Jahres wird eine neue Werkhalle (6) gebaut. Ebenso sind neue Werke in China und den USA im Entstehen. Aus dem Gründungsteam von einst hat sich eine hoch motivierte und leistungsfähige Belegschaft entwickelt, die den enorm gewachsenen Anforderungen hervorragend gerecht wird, lobte Elliger die engagierten Mitarbeiter.

In seinem kurzen Grußwort würdigte Beigeordneter Ralf Hauboldt die beispielhafte Entwicklung des Unternehmens, dankte der Unternehmerfamilie Erdrich für ihren Einsatz zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Sömmerda und der Schaffung attraktiver Dauerarbeitsplätze und lobte deren vielfältiges, soziales Engagement.    

cab Produkttechnik GmbH Sömmerda (01. Juni 2012)

Festveranstaltung "20 Jahe cab" // Foto: Landratsamt Sömmerda

Unternehmen “cab” seit 20 Jahren erfolgreich am Standort Sömmerda

Das Unternehmen “cab Produkttechnik GmbH” konnte in diesen Tagen auf sein 20-jähriges Bestehen am Standort Sömmerda, mit heutigem Firmensitz im städtischen Gewerbegebiet Am Unterwege 18, zurückblicken.

Ein guter Grund für die Geschäftsführer Erwin Fascher sowie Alexander und Klaus Bardutzky, das Jubiläum mit der Belegschaft, Geschäftspartnern und Gästen - darunter Minister Christian Carius, der designierte Bürgermeister Ralf Hauboldt und die 2. Kreisbeigeordnete Andrea Fritsche - gebührend zu feiern.

Geschäftsführer Erwin Fascher erinnerte in seiner Festrede an  die Unternehmensgründung im Dezember 1991 und ließ wichtige Stationen der erfolgreichen Unternehmensgeschichte der vergangenen 20 Jahre Revue passieren. Als das Büromaschinenwerk nach der Wende kurz vor der Schließung stand, wagte der damalige Leiter des Musterbaus mit sechs Mitarbeitern einen Neuanfang und den Start in die Selbständigkeit. Aus dem Maschinenbestand des ehemaligen BWS-Musterbaus entstanden, investierte das Unternehmen in den Folgejahren in neue Gebäude, Maschinen und Ausrüstungen rund 20 Millionen Euro, davon 3,9 Millionen Euro allein in den Jahren 2008 bis 2011.

Heute beschäftigt die “cab Produkttechnik GmbH” 118 Mitarbeiter, davon sieben Auszubildende. Die Kernkompetenz des Unternehmens besteht darin, dass “cab” technologische Meilensteile in der Entwicklung und Fertigung von Geräten und Systemen zur Produktkennzeichnung und -beschriftung setzt - Haupterzeugnisse sind: Etikettendrucker, Etikettierer, Nutzentrenner und Laserkennzeichnung. Rund 16 Millionen Euro Umsatz standen im Jahr 2011 zu Buche, 1992 war es eine halbe Million.  Mit Niederlassungen in Frankreich, USA, Mexico, Taiwan, China und Südafrika ist das Unternehmen an den Standorten Karlsruhe und Sömmerda global aufgestellt und unterhält Geschäftsverbindungen zu 350 Vetriebspartnern in über 80 Ländern.

In seinem kurzen Grußwort würdigte Ralf Hauboldt die beispielhafte Unternehmensentwicklung  und wertete “cab” als wichtigen Standortfaktor und wirtschaftliches Rückgrat mit hohem Imagegewinn für die Stadt. Um die verkehrstechnische Anbindung zu optimieren, mahnte er den Lückenschluss der A 71 und die Fertigstellung der Ortsumfahrung Sömmerda an. Zudem wünschte er dem Unternehmen weiterhin eine “erfolgreiche Entwicklung, Innovationsfreundlichkeit, kluge Entscheidungen und eine gedeihliche Zusammenarbeit.”

13. “Unternehmertreff Bürgermeister” (21. Mai 2012)

13. Unternehmertreff Bürgermeister
13. Unternehmertreff Bürgermeister
13. Unternehmertreff Bürgermeister

Bürgermeister und Amtsnachfolger trafen sich mit ortsansässigen Unternehmern

Am 21. Mai hatte Bürgermeister Wolfgang Flögel zum letzten “Unternehmertreff Bürgermeister” in seiner zu Ende gehenden Amtszeit eingeladen. Mit seinem Amtsantritt im Jahr 2000 ins Leben gerufen, hat sich dieser Treff zu einer beliebten Veranstaltung in Unternehmerkreisen entwickelt. Für die 13. Veranstaltung hatte Geschäftsführer Matthias Huke mit seinem Unternehmen Modell Technik GmbH & Co. Formenbau KG erneut die Gastgeberrolle übernommen. Dafür gab es gleich zu Veranstaltungsbeginn den Dank des Bürgermeisters. Dieser konnte rund 30 Vertreter aus Unternehmen und Institutionen begrüßen, darunter die drei großen Landwirtschaftsunternehmen.

Bürgermeister Wolfgang Flögel nutzte den Rahmen, um Bilanz der Entwicklung des Industrie- und Wirtschaftsstandortes Sömmerda sowie der Wirtschaftsförderung in den vergangenen 12 Jahren zu ziehen. Sein Amtsnachfolger Ralf Hauboldt gab einen kurzen Ausblick der Wirtschaftsförderung und versicherte, die guten Kontakte zu den ortsansässigen Unternehmen und Institutionen weiterhin fortführen und pflegen zu wollen.

Bürgermeister Wolfgang Flögel verwies bei seinem positiven Fazit auf die erfolgreiche Entwicklung, die der Industrie- und Wirtschaftsstandort genommen hat. Dabei unterstrich er die beispielhafte Unternehmensentwicklung und nannte stellvertretend Firmen wie Fujitsu, Erdrich, Modell Technik, RMA-TSK, Trimet, WKF und cab. Zudem würdigte er die Neuansiedlungen von Bamatec und Audio-Akustik im städtischen Gewerbegebiet. Vom guten Wirtschaften dieser und vieler anderer Unternehmen profitiere schließlich die Stadt. Deshalb stehe die Stärkung und Entwicklung des Industrie- und Wirtschaftsstandortes immer an erster Stelle. Als weiteren Schwerpunkt nannte der scheidende Stadtchef die Gewerbesteuer, als wichtigste Einnahmequelle der Kommune und zur Finanzierung freiwilliger Aufgaben sowie zur Unterstützung und Förderung in den Bereichen Soziales, Kultur und Sport unerlässlich. Dafür dankte er den Unternehmen. Priorität habe weiterhin die Entwicklung infrastruktureller Rahmenbedingungen, so der Lückenschluss der Autobahn A71 und die Fertigstellung des 2. Bauabschnitts der Ortsumfahrung B 176.

Eine Besonderheit im weiteren Programmablauf des Unternehmertreffs waren Fachvorträge des städtischen Museumsleiters Dr. Ulf Molzahn und des Bildhauers Prof. Wolfgang Dreysse. Mit deren Hilfe warb Flögel für die ideelle und besonders finanzielle Unterstützung der Fortsetzung des Gesamtprojektes “Bespielbare Stadtmöblierung”. Wolfgang Dreysse (Foto o.) stellte den Fortuna-Brunnen, als 2. Abschnitt des Gesamtprojektes vor und gab weiterführende Erläuterungen zum Vorhaben, das auf dem Obermarkt entstehen soll und als Ruhe- und Kommunikationspunkt einladen sowie zur Belebung des großen Platzes beitragen soll. Weil die Finanzierung des Fortuna-Brunnens im Stadtrat keine Mehrheit fand, soll diese nunmehr über Förder- und Spendenmittel (rund 57.000 Euro) realisiert werden, ohne den Stadthaushalt zu belasten.

Im Anschluss an die beiden Fachvorträge zeigte Geschäftsführer Matthias Huke anhand einer Power-Point-Präsentation wichtige Eckpunkte der folgreichen Unternehmens-geschichte auf. 

Bei einem Rundgang durch die Betriebsstätte konnten sich die Teilnehmer des “Unternehmertreffs” von der modernen Technik und dem Leistungsspektrum des Unternehmens überzeugen.    

Vertriebsmitarbeiter Christian Hartwig (r.) erläuterte Arbeitsabläufe, erklärte die Arbeitsweise der Maschinen und stand den interessierten Gästen Rede und Antwort. Anschließend hatte Geschäftsführer Matthias Huke zu Speisen und Getränken eingeladen. Bürgermeister Wolfgang Flögel dankte für den interessanten Rundgang und die Gastfreundschaft.

LEG-Gewerbestandort umbenannt (15. Mai 2012)

Enthüllung Firmenschild

Neuer Name, neue Chance

Zur feierlichen Umbenennung des LEG-Gewerbestandortes "Erfurter Straße" hatte unlängst die LEG Thüringen als Eigentümer des Areals in die Sömmerdaer Unternehmens-Villa eingeladen. Reinhold Aschenbrenner, Betriebsleiter der Fujitsu Technology Solutions GmbH (FTS), konnte  dazu Vertreter der Lokalpolitik, der LEG Thüringen und der Unternehmens-Geschäftsleitung begrüßen. Er erinnerte an die Grundsteinlegung vor 20 Jahren und ließ die erfolgreiche Unternehmensentwicklung kurz Revue passieren. Nachdem “viele kleine Pflänzchen angesät und die Bäume Früchte tragen, sei es nun an der Zeit, dem Feld einen neuen Namen zu geben”. Im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung erfolgte 2009 die Umstrukturierung vom Produktions- zum Service-Standort. Derzeit sind auf dem Campus 10 Firmen angesiedelt, die fast 600 Arbeitnehmer beschäftigen. Weitere 180 Arbeitsplätze sollen bis 2013 entstehen.

Die Enthüllung des neuen Firmenschildes vollzogen: FTS-Betriebsleiter Reinhold Aschenbrenner, Landrat Rüdiger Dohndorf, LEG-Geschäftsführer Andreas Krey, Heribert Göggerle, Executive Vice President Supply Operations (FTS) und Bürgermeister Wolfgang Flögel (v. r.). 

Die Umbenennung des Gewerbestandortes in “SLC Service & Logistic Campus Alte Ziegelei” bezeichnete LEG-Geschäftsführer Andreas Krey als Abschluss eines guten Kapitels und zugleich auch eine neue Chance. Dank eines gemeinsam ent-wickelten, intelligenten Konzeptes konnte der Standort Sömmerda gesichert und die Weichen für eine mögliche Erweiterung des Areals gestellt werden. Ein “gelungenes Werk” nannte auch Heribert Göggerle, Executive Vice Präsident (FTS), die Umbenennung des Gewerbestandortes. Nun müsse man nach vorne schauen, auf eine weitere gute Zukunft des Standortes. 

Der scheidende Bürgermeister Wolfgang Flögel dankte dem Fujitsu-Management, namentlich den Herren Göggerle, Nikolai, Müller und Aschenbrenner, für die beispielhaft gute Zusammenarbeit sowie der LEG Thüringen, die als neuer Eigentümer we-sentlich zur Weiterentwicklung und Stärkung des Standortes beigetragen hat. Er erinnerte an die Spitzenleistungen des Unternehmens mit einer Jahresproduktion von knapp 2 Mio. Einheiten und einem Jahresumsatz von 2 Mrd. Euro. Gleichfalls unterstrich Flögel die Bedeutung des ehemaligen Martini-Dachziegelwerkes und erklärte, dass der neue Standortname den historischen Bezug und die Neuorientierung gleichermaßen beinhalte.

Abschließend dankte Betriebsleiter Reinhold Aschenbrenner der LEG Thüringen und allen regionalen Akteuren, die zum Erhalt des Standorts beigetragen haben. Mit einem Glas Sekt wurde auf den neuen Namen angestoßen: “Damit der Standort noch lange existiert und vielen Menschen Arbeit und Brot bringt”, freuten sich der Fujitsu-Betriebsleiter und seine Gäste.

Betriebsbesuch bei der Scheller GmbH im Gewerbegebiet Tunzenhausen (17. April 2012)

Betriebsrundgang
Betriebsrundgang

Vom Montagebetrieb zum Komplettanbieter für Geländer, Lärmschutzkonstruktionen und Brückenausstattungen

Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Wirtschaftsgespräche besuchte der Erste Beigeordnete Ralf Hauboldt am 17. April 2012 die Scheller GmbH. Die Firma hat seit 2010 ihren Sitz im Gewerbegebiet “An der Brückwiese” im Sömmerdaer Ortsteil Tunzenhausen.

Im Jahr 1992 wurde das Unternehmen von Hans-Georg Scheller in Kölleda als reiner Montagebetrieb gegründet. Gestartet mit zwei Mitarbeitern, entwickelte sich das Geschäft stetig. 1997 erfolgte eine Umfirmierung zur GmbH.

Bis Ende 2005 war das Kerngeschäft mit bis zu 90 % des Jahresumsatzes die reine Montage von Brückenausstattungen und Geländern. Mit Beginn des Geschäftsjahres 2006 hatte Herr Scheller gemeinsam mit dem neuen Geschäftspartner Holger Herbothe begonnen, sukzessive eine eigene Produktion für Stahlgeländer und Brückenausstattungen aufzubauen.

Die bisherige Montagehalle in Kölleda wurde schnell zu klein - mit dem Objekt des ehemaligen Fensterwerkes im Sömmerdaer Ortsteil Tunzenhausen fand man eine standort- sowie größenmäßig vernünftige und finanziell überschaubare Option.

Heute hat das Unternehmen, welches bundesweit operiert, zwei ausgewogene Kernkompetenzen. Einerseits agiert es als Dienstleister für Montagearbeiten mit derzeit noch ca. 10 % des Jahresumsatzes und mit 90 % als Komplettanbieter für Geländer, Lärmschutzkonstruktionen und Brückenausstattungen.

Foto 1: Beigeordneter Ralf Hauboldt (m.) und Geschäftsführer Hans-Georg Scheller (r.) im Gespräch mit Mitarbeiter Jens Wagner zum Betriebsrundgang. Herr Wagner bereitet hier gerade die Handläufe für ein Geländer vor.

Was sich wie eine reine Erfolgsstory liest, ist der oftmals steinige Weg eines vorwiegend als Nachunternehmer der Bauindustrie tätigen Unternehmens. Fast immer sind die Montageteams der Scheller GmbH das letzte Gewerk bei der Fertigstellung von Brücken- und Ingenieurbauwerken, wodurch immer Termindruck herrscht, da oft Verzögerungen im Bauablauf aufgeholt werden müssen. Auch die Bezahlung durch die vorgeschalteten Auftragnehmer ist mit Risiken behaftet.

Doch allen Unwägbarkeiten zum Trotz begeht das Team der Scheller GmbH in diesen Tagen das 20-jährige Firmenjubiläum. Das Unternehmen wird von Auftraggebern als zuverlässiger Geschäftspartner und von Wettbewerbern wegen der fachlichen Kompetenz geachtet.

Die Referenzliste ist lang und beinhaltet überregionale Projekte wie z. B. an der Stuttgarter S-Bahn oder an der neuen Startbahn am Frankfurter Flughafen. Für den Bereich Thüringen sind die Ausstattung von zwei Brücken an der Bundesautobahn 71 bei Oberröblingen oder die ICE-Strecke zwischen Finnetunnel und der Ortseinfädelung Erfurt/Vieselbach (22 Brücken) zu nennen. Regionale Vorhaben im Raum Sömmerda waren unter anderem die Brücken der Ortsumfahrung Sömmerda oder das Bauwerk im Bereich der Anschlussstelle Sömmerda-Ost der A 71.

Foto 2: Dieses verzinkte Stahlgeländer wird seinen Platz an der S-Bahn in Stuttgart finden, erklärte Geschäftsführer Holger Herbothe (r.). Zum Auftrag gehören insgesamt 1000 m Stahlgeländer und 450 m Edelstahlhandläufe für zwei Bahnhöfe. Die Geländer werden in Tunzenhausen produziert, vormontiert und grundiert, vom Montageteam nach Stuttgart transportiert und angebracht sowie mit einem letzten Deckanstrich direkt vor Ort versehen.

Einen Grund für den Erfolg der Firma sehen die beiden Geschäftsführer übereinstimmend auch in ihren Mitarbeitern. Diese seien zuverlässig, erfahren, sehr gut ausgebildet und hoch motiviert. Wichtig ist dabei die ständige Weiterbildung. Das Unternehmen besitzt die Herstellerqualifikation zum Schweißen von Stahlbauten nach DIN 18800-7.

Der Mitarbeiterstamm besteht aus derzeit rund 30 Personen. Die Chefs setzen derweil auf einen guten Mix aus "Alt" und "Jung". "Bei uns können auch ältere Mitarbeiter tätig sein, vorausgesetzt sie bringen eine entsprechende Eignung und Qualifikation, Leistungswillen und Flexibilität mit", merkte Holger Herbothe im Gespräch an.

Das Unternehmen bildet auch in der Berufsgruppe Konstruktionsmechaniker aus. Leider ist es trotz mehrfacher Anstrengungen nicht gelungen, für das kommende Ausbildungsjahr einen geeigneten Bewerber zu finden.

Vom Ersten Beigeordneten nach dem Blick in die Zukunft gefragt, sind die beiden Geschäftsführer optimistisch. In diesen Tagen soll das Investitionsvorhaben einer Lagerhalle vorangebracht werden; die Bodenplatte ist bereits gegossen.

Ralf Hauboldt informierte seinerseits über Vorhaben der Infrastrukturentwicklung und Instandsetzungsmaßnahmen am Standort Tunzenhausen und wünschte den Unternehmern und ihrem Team für die Zukunft weiterhin viel Erfolg.

UKA+HAUKE: 20. Gründungsjubiläum gefeiert (31. März 2012)

Helen und Ralf Uka (Foto: privat)

"Wir wollten hoch hinaus! Was bietet sich da besser an, als Arbeitsbühnen?"

Die Geschichte von "UKA+HAUKE", dem Sömmerdaer Vermiet- und Serviceunternehmen für Arbeitsbühnen aller Art mit weiteren Niederlassungen in Thüringen und Sachsen, kann in ähnlicher Art wohl ungezählte Male für die Gründungspioniere der frühen 90er niedergeschrieben werden.

Am 1. April 1992 gründeten Helen Hauke und Ralf Uka, die inzwischen verheiratet sind, ihr gleichnamiges Unternehmen in Sömmerda und bezogen ein winziges Büro mit Kohleheizung im Dachgeschoss der Bahnhofstraße 1 - "hoch hinaus..." war damit von Anfang an arbeitstägliche Realität. Die ersten drei Maschinen fanden damals Unterstand auf dem ehemaligen BWS-Gelände. Da sich der April-Einstieg bewährte, griffen die beiden drei Jahre später, am 1. April 1995, diese Datumstradition wieder auf und eröffneten ihren neuen, modernen Firmensitz mit Servicestation in städtischen Gewerbegebiet, Am Unterwege 13.

Das kleine Unternehmen blieb mit Biss am Ball und konnte so weitere Filialen gründen. 1998 in Gotha und Jena, zwei Jahre darauf in Chemnitz und 2005 in Dresden. Zu den klassischen Anhänger-Arbeitsbühnen haben sich heute LKW-Arbeitsbühnen bis 35 m Arbeitshöhe, Scheren-Arbeitsbühnen und Teleskop-Arbeitsbühnen durchweg bekannter Leistungsmarken hinzu gesellt. Die neuesten Kinder der UKA+HAUKE-Produktfamilie sind seit diesem Jahr die imposanten, großen und kleinen Teleskopstapler der Marke MANITOU.

Heute verfügt das Sömmerdaer Unternehmen über mehr als 300 Maschinen und beschäftigt 20 Mitarbeiter in den thüringischen und sächsischen Niederlassungen. 

Mit einem Festabend wurde das 20-jährige Firmenjubiläum am 31. März, im Werk ohne Namen, mit 200 Gästen gebührend gefeiert. Im Rahmen einer temporeichen Performance kam auch eine Scherenarbeitsbühne zum Einsatz. Zu den Gästen und Rednern des Festabends zählten u. a. der Thüringer Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr - Christian Carius, der 1. Kreisbeigeordnete des Landrates Harald Henning, der 1. Beigeordnete der Stadt Sömmerda, Ralf Hauboldt, sowie Klaus-Dieter Trunzer, Leiter des Regionalen Service-Center Sömmerda der IHK-Erfurt und weitere Wegbegleiter und Freunde des Unternehmer-(Ehe)Paars.

Ihre Wurzeln haben "UKA+HAUKE" bei all der rasanten Entwicklung nicht vergessen: "Sömmerda als Investitionsstandort - hier in Thüringen - war und ist für uns ein Volltreffer, den wir nur weiterempfehlen können!"

Btriebsbesuch bei Fujitsu und Partnerfirmen (24. November 2011)

Betriebsrundgang
Betriebsrundgang
Betriebsrundgang

Neuer Name für gemeinsamen Standort vorgestellt

Für Sömmerdas Bürgermeister gestaltensich die Betriebsbesuche immer zu interessanten und informativen Gelegenheiten, mit den ortsansässigen Unternehmen in Kontakt zu treten.

Den 24.11.2011 bezeichnete er als einen besonderen Tag, nicht nur, weil mit der Fujitsu Technology Solutions GmbH, den RTS Schwestern Elektronik Systeme GmbH & Co. KG + Supply Chain Solutions GmbH & Co. KG, der Regenersis Sömmerda GmbH und der TDS AG gleich vier Unternehmen im Terminplan standen, sondern es eine grundlegende Neuausrichtung am Standort der „Alten Ziegelei“ gegeben hat. Derzeit sind auf dem Campus 10 Firmen mit rund 600 Arbeitsplätzen angesiedelt.

Als Gastgeber begrüßte Reinhold Aschenbrenner, Betriebsleiter Fujitsu Sömmerda, den Bürgermeister und die Vertreter von Stadtverwaltung und Presse auch im Namen der ansässigen Unternehmen und der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH (LEG), die Eigentümer des Geländes ist.

Das ist schon die erste Neuerung; die Eigentumsverhältnisse haben sich geändert. Die LEG hat im Auftrag des Landes Thüringen das gesamte Areal im Dezember 2010 erworben.

Auch aus heutiger Sicht noch eine richtige Entscheidung, schätzt Herbert Stütz ein, der als Vertreter der LEG am Treffen teilnahm. „Das gab den ansässigen Unternehmen eine gewisse Sicherheit und wir konnten Fujitsu als Global Player am Standort halten, wovon wir uns auch eine langfristige Wirkung für Ansiedlungen in Sömmerda und Umgebung erhoffen. Sömmerda ist kein verschlafenes Dorf, sondern ein internationaler Logistik-Standort.“

Die Neuausrichtung und Entwicklung von Fujitsu und der Unternehmen am Standort beschreibt das IHK Wirtschaftsmagazin 11/2011 treffend, u. a. heißt es: „Was 1996 als Produktionsstätte für PCs des japanischen IT-Konzerns begann, ist heute zentraler (Fujitsu) Service-Standort.“ Dabei kann Fujitsu, „…als Taktgeber in diesem erfolgreichen Zusammenspiel…“ auf die Partner am Standort bauen.

Und so beschrieb Reinhold Aschenbrenner in kurzen Schlagworten auch die strategische Ausrichtung von Fujitsu:

-          Konzentration zusätzlicher Service- und Reparaturaktivitäten am
           Standort Sömmerda

-          Logistik für Ersatzteile und Serviceleistungen

-          Schaffung von 180 neuen Arbeitsplätzen im Umfeld EMS bis Dez. 2012
           (Vereinbarung LEG Vertrag)

-          Bewirtschaftung/Vermietung der Hallen- und Büroflächen 

Auch die Entwicklung der Partnerfirmen verläuft stetig. Aus berufenem Munde konnten die Gäste hören, wie sie sich mit ihrer speziellen Kompetenz im zweckvollen Gesamtgefüge des Service- und Logistikzentrums einordnen.

Herr Alfons Krauthausen, Managing Director von Regenersis Deutschland und verantwortlich für die IT-Sparte in der Regenersis Gruppe, umriss Werdegang und Geschäftsfeld des Standortes Sömmerda kurz wie folgt: Regenersis Sömmerda ist einer von drei Standorten von Regenersis in Deutschland, einem zu 100% zur englischen, börsennotierten Regenersis Gruppe gehörenden Unternehmen. Am Fujitsu-Standort ansässig ist das Unternehmen seit Juli 2007. Hintergrund war eine strategische Partnerschaft mit der damaligen Fujitsu Siemens Computers GmbH (FSC). In deren Auftrag und unmittelbarer Nähe wurden Reparaturen von elektronischen Flachbaugruppen (mainboards) von FSC Notebooks durchgeführt, um Logistikwege und Umlaufzeiten kurz zu halten. 38 Arbeitsplätze waren es zum Start.

Später kamen neue Geschäftsfelder hinzu und so ist Regenersis Sömmerda heute beispielsweise das Kompetenz-Zentrum in der Regenersis Gruppe für mobile, bargeldlose Bezahlterminals. In diesem Bereich erbringt Regenersis gegenwärtig umfangreiche Servicedienstleistungen von der Konfiguration und Distribution von Neugeräten bis hin zur Reparatur. Hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards sind einzuhalten.

„Kurze Wege, schnelle Umlaufzeiten, hohe Kundenzufriedenheit“, so der Geschäftsführer. Das ist das Geheimnis des Erfolgs. Regenersis in Sömmerda erbringt zurzeit europaweit Services für sechs, in ihren jeweiligen Branchen marktführenden Kunden. Regenersis ist ein strategischer Outsourcing-Partner im Bereich After-Sales für führende Technologieunternehmen. Regenersis hat derzeit neun Standorte in sieben Ländern und beschäftigt 2.400 Mitarbeiter. Regenersis in Sömmerda beschäftigt derzeit rd. 210 Mitarbeiter, von denen rd. 80 % fest angestellt sind. Regenersis ist zuversichtlich am Standort Sömmerda mit bestehenden und neuen Kunden in den nächsten Jahren weiter wachsen zu können.

Als nächster stellte Kai Michael Dröge, Betriebsleiter in Sömmerda, die RTS als ein noch junges Unternehmen vor, welches 1989 von Herrn Joseph Raith im Bayerischen Wolnzach gegründet wurde. Auch die RTS agiert europaweit und beschäftigt rund 1.200 Mitarbeiter. In Sömmerda sind in zwei Firmen über 180 Arbeitsplätze geschaffen worden.

Die RTS Supply Chain Solutions GmbH & Co. KG mit 70 Arbeitskräften steht für Logistik Handling für Fujitsu und die RTS-Schwesterfirma sowie für Multi Brand Warehouse Handling, was zu Deutsch mit effizienter Lagerverwaltung und Versand umschrieben werden kann. Hierzu wurde ein zentrales Hochregal-Lager geschaffen.

Das Geschäftsfeld der RTS Sömmerda Service GmbH & Co. KG umfasst neben dem Service für IT-Produkte, Chiplevel Reparaturen sowie die RMA-Abwicklung, was Defektwaren-Screening und -verwaltung bedeutet. Hier arbeiten derzeit 110 Menschen. Diese Zahl wird durch neue Kunden in der nächsten Zeit steigen, gibt sich der Betriebsleiter optimistisch.

Namen so renommierter Kunden, wie Fujitsu, THOSHIBA, Deutsche Post, Tchibo, IBM, Philips etc. sprechen für sich und zeigen auch hier die globale Vernetzung.

Welch technologisches Potential in den sich hinter den sachlichen Erläuterungen der Firmenchefs verbirgt, wurde den Besuchern erst mit den Betriebsrundgängen richtig deutlich.

Das „jüngste“ Mitglied am Standort ist die Fujitsu-Tochter TDS AG - ein IT-Komplettdienstleister und SAP-Systemhaus für mittelständische und große Unternehmen. Das Angebot des Unternehmens beim IT-Outsourcing reicht bis hin zum Betrieb der kompletten IT-Infrastruktur. Der in Sömmerda vertretene TDS-Geschäftsbereich TDS HR Services & Solutions bietet darüber hinaus Dienstleistungen für das betriebliche Personalwesen. Dies kann auch die Übernahme sämtlicher administrativer Prozesse umfassen, zeigte Frau Petra Pilz, als Projektleiterin für den Aufbau des TDS-Standortes Sömmerda das Geschäftsfeld der Fujitsu-Tochter auf. Außerdem wird spezielle Software für das Personalmanagement angeboten. Namhafte Kunden, darunter der Flughafen München, ebay oder Burger King sprechen für sich. Gegenwärtig werden 15 Lohn-/Gehaltsabrechnerinnen geschult - perspektivisch sollen am neuen HR-Abrechnungsstandort Sömmerda etwa 130 Leute beschäftigt werden.

Übereinstimmend brachten alle Firmenchefs zum Ausdruck, dass neben den sehr guten infrastrukturellen Voraussetzungen und der Nähe zu Fujitsu die Mitarbeiter den Erfolg der Unternehmen wesentlich mit tragen. Sie bringen sich mit sehr großen Engagement und Fachwissen in den Prozess ein, sind hoch flexibel und bodenständig. Kai Michael Dröge fasste das gegenüber den Besuchern wie folgt zusammen: „Die Fertigkeit und Präzision bringen die Leute aus den Montageprozessen mit. Dazu kommen die solide Ausbildung und entsprechende Spezialkenntnisse. So empfehlen sie sich für die anstehenden Aufgaben Service- und Reparaturbereich in besonderem Maße.“ Und Petra Pilz bestätigte die Eindrücke und lobte die Stadt und ihre Bürger: „Als Projektleiterin bin ich nach Sömmerda gekommen, als Botschafterin werde ich am 8. Dezember mit vielen guten Eindrücken nach Neckarsulm zurückgehen.“

Der Bürgermeister hörte diese Einschätzung mit Stolz und war erfreut bestätigt zu bekommen, dass bis Ende nächsten Jahres weitere ca. 180 neue Arbeitsplätze entstehen werden. Damit wären in der neuen „Service-Hochburg“ fast 800 Personen beschäftigt. Neben den Ausführungen zu strategischer Ausrichtung der Unternehmen und deren Know-How eine sehr bedeutende Information für ihn. „Das ist ein wichtiges Unterpfand für die Zufriedenheit der Bürger und eine positive Stadtentwicklung, wenn die Menschen Arbeit und eine Perspektive haben“, so der Bürgermeister.

Im Verlauf des Treffens schlug Herr Reinhold Aschenbrenner vor, dem Fujitsu-Gelände als Standort mit gemeinsamer Geschäftsausrichtung innerhalb des Gewerbegebietes „Erfurter Höhe“ einen besonderen Namen zu geben - quasi als Corporate Identity. Hierzu gab es seit dem Septembertreffen mit dem Bürgermeister einige Abstimmungen mit der Wirtschaftsförderung der Stadt. In Hinblick auf die geschäftliche Ausrichtung der auf diesem „Feld“ angesiedelten Firmen lautet der Vorschlag:

S
ervice & Logistik Campus
„Alte Ziegelei“

Der Entwurf, der von den Anwesenden wohlwollend aufgenommen wurde, soll nun von einem Grafiker bearbeitet und umgesetzt werden.

Zum Abschluss der Veranstaltung dankte der Bürgermeister den Firmenschefs für das unternehmerische Wirken, das für Sömmerda vor allem Arbeits- und Ausbildungsplätze und die Aussicht auf die Ansiedlung weiterer Investoren bringt.
 

Modell Technik investiert in Sömmerda (04. November 2011)

Einweihung Montagehalle

Neue Montagehalle für 1,5 Millionen Euro eingeweiht

Ein “wichtiger und längst fälliger Schritt” wurde am 04. November 2011 bei der Firma Modell Technik GmbH & Co. Formenbau KG mit zahlreichen Gästen und den Mitarbeitern gefeiert - die neue 1.600 m² große Montagehalle auf dem Grundstück im Industriepark.

Im April 2011 gab es für die 1,5 Mio. Euro Investition die ersten Erdbewegungen. Nach 1997 und 2000 ist es der bereits 3. Bauabschnitt der Firma an diesem Standort. Modell Technik wurde vor 18 Jahren mit etwa 17 Mitarbeitern gegründet. Die Firma ist auf dem Sektor des Formenbaus tätig und entwickelt, konstruiert und stellt komplexe und hochpräzise Formwerkzeuge bis zu 45 t Gewicht für die Automobil- und die Elektroindustrie sowie die Medizintechnik her. Heute gehören 100 hochqualifizierte Mitarbeiter zum Unternehmen. Knapp 20 Mio. Euro wurden seit der Gründung in Sömmerda investiert.

Schon einige Jahre war die Maßnahme geplant, so der Geschäftsführer Matthias Huke (Foto) zur Einweihung der Montagehalle. Doch mit der Finanz- und Wirtschaftskrise musste der Bau verschoben werden. Mit der neuen Halle sei die Firma nun hervorragend ausgestattet und könne gut in die Zukunft schauen.

Zahlreiche Gäste beglückwünschten die Firmenleitung zu dieser Investition, darunter Landesentwicklungsminister Christian Carius, Landrat Rüdiger Dohndorf sowie Bürgermeister Wolfgang Flögel. Modell Technik gehöre zu den Vorzeigeunternehmen in Sömmerda, hob Flögel in seinen Ausführungen hervor. Die Auszeichnung des Geschäftsführers Matthias Huke als Unternehmer des Jahres 2010 unterstreiche die erfolgreiche Entwicklung und kluge Unternehmenspolitik der Firma.

Zur Einweihung gab es von den Mitgesellschaftern Hans-Dieter Bonn und Volker Kühne einen gerahmten Sodalith-Edelstein (Foto), von der Belegschaft und dem Betriebsrat eine große Torte und von der Baufirma einen symbolischen Schlüssel.
 

12. "Unternehmertreff Bürgermeister" wieder gut besucht (10. Mai 2011)

Rundgang bei RMA-TSK

Am 10. Mai 2011 hatte Bürgermeister Wolfgang Flögel strukturbestimmende Industrie- und Landwirtschaftsbetriebe sowie Vertreter öffentlicher Institutionen zum nunmehr 12. „Unternehmertreff Bürgermeister“ „gerufen“.

Die wieder sehr gut besuchte Veranstaltung, ca. 35 Unterschriften wies die Anwesenheitsliste aus, fand in diesem Jahr an zwei Orten statt.

Gastgebendes Unternehmen war RMA TSK Kunststoffsysteme GmbH, auf dessen Betriebsgelände Geschäftsführer Axel Rußland die Gäste gleich zu einem Rundgang durch die Werkhallen einlud und Produktionsprofil, technische Ausrüstung und technologische Verfahren erläuterte. Er hatte sogar einen „BMW X1-zum-Anfassen“ herangeschafft, damit die Besucher die vom Unternehmen produzierten Teile am fertigen Produkt in Augenschein nehmen konnten.

Danach folgte der quasi theoretische Teil der Tagung mit dem Hauptthema „Energieeffizienz“, der im Ausbildungsrestaurant der BBZ Sömmerda gGmbH durchgeführt wurde.

Nach dem einleitenden Vortrag des Bürgermeisters, in dem er traditionell zum städtischen Haushalt und den wichtigsten Projekten Stadtentwicklung in Sömmerda und den Ortsteilen im laufenden Haushaltsjahr Stellung nimmt, waren Fachleute aus Erfurt und Weimar angereist, um das Thema „Energieeffizienz“ von verschiedenen Seiten zu beleuchten:

Herr Jost, Leiter des Kundencenters der Thüringer Aufbaubank (TAB) nahm in seinem Vortrag über Neuerungen in der Förderlandschaft besonderen Bezug auf die Fördermöglichkeiten, die Unternehmen für Energieeffizienzmaßnahmen nutzen können.

Herr Dr. Schümann, Projektleiter Energieeffizienz der Thüringer Energie- und GreenTech Agentur (ThEGA), stellte Struktur und Handlungsfelder der vom Wirtschaftsminister 2010 ins Leben gerufenen und bei der LEG Thüringen angegliederten Institution vor. Er beschrieb am Beispiel laufender Projekten, welche Möglichkeiten der Unterstützung es für Projekte und Aktivitäten im Bereich Energieeffizienz seitens des Freistaates Thüringen sowie von Bund und EU gibt.

Die Vortragsreihe beschloss Herr Kronberg, Vorstand der Thüringer Energieeffizienzgenossenschaft eG (T.E.G.). Sein Vortrag konzentrierte sich auf Möglichkeiten der Umsetzung von Projekten und er stellte an verschiedenen Beispielen vor, welche Dienstleistung sein Unternehmen für Firmen aber auch Institutionen anbietet.

Alle Vorträge (TAB, ThEGA, T.E.G.) sind hier als pdf-Dokument hinterlegt.

Die Unternehmer nutzten in der anschließenden Diskussion die Gelegenheit, Fragen an die Referenten zu richten, sich mit neu hinzugekommenen Teilnehmern in der Runde bekannt zu machen und, entsprechend dem Anliegen dieser Veranstaltung, in Erfahrungsaustausch zu treten.

Umrahmt wurde dieser Teil des Zusammentreffens von einem kleinen Imbiss, der von Azubis der BBZ Sömmerda gGmbH angefertigt wurde. Geschäftsführer Uwe Psurek erläuterte in diesem Zusammenhang gleich das gesamte Ausbildungsprofil des BBZ. Die Besucher waren von Leistungen, die schon mit der akkuraten Herrichtung des Konferenzraumes begann bis hin zu den sorgsam angefertigten und wunderschön anzusehenden Speisen, sehr beeindruckt und es gab ein großes Lob vom Stadtoberhaupt, der Herrn Psurek bat, allen Mitwirken zu danken.

Freundlicherweise finanzieren den Imbiss die gastgebenden Unternehmen bei den jährlichen Unternehmertreffs. Das freut den Bürgermeister in Zeiten einer schwierigen kommunalen Haushaltslage besonders und er bedankte sich bei Herrn Rußland für die interessanten Ausführungen zu seinem Unternehmen und für die Übernahme der Kosten.

Größter Arbeitgeber am Wirtschaftsstandort Sömmerda investiert weiter (08. September 2010)

Erster Spatenstich

5 Millionen Investition bei Erdrich Umformtechnik in Orlishausen

Seit einer Woche wird im Gewerbegebiet “Gebind” im Ortsteil Orlishausen wieder gebaut. Die Firma Erdrich Umformtechnik GmbH & Co. KG baut die vierte Produktions- und Montagehalle - 10,60 m hoch, mit einer Nutzfläche von rund 3800 m² - und investiert so am Standort Orlishausen weitere rund 5 Millionen Euro in Gebäude und Anlagen. Zur bestehenden Produktgruppe, hauptsächlich Fertigung von Bremskolben (ca. 23 Mio. Stück pro Jahr), kommt die Produktgruppe der Querlenker hinzu und macht den Neubau erforderlich. Der gegenwärtige Standortumsatz soll mit der neuen Halle um 30 % erhöht werden. Bereits Ende 2010 soll das Bauvorhaben abgeschlossen sein und mit der Nutzung der Halle begonnen werden. Die Firma Erdrich Umformtechnik beschäftigt gegenwärtig 500 Mitarbeiter und ist das größte produzierende Unternehmen in Sömmerda.

Den ersten symbolischen Spatenstich für das Erweiterungsvorhaben nahmen im Beisein zahlreicher Gäste am 08. September 2010 vor: Georg Erdrich, Landrat Rüdiger Dohndorf, Nicolas Erdrich, Michael Herzog Baufirma Goldbeck, Bürgermeister Wolfgang Flögel und Bauminister Christian Carius (Foto, v. l.).

Geschäftsführer Nicolas Erdrich verwies zum Spatenstich auf die Meilensteine der Firmengeschichte und unterstrich, dass Erdrich Umformtechnik mit diesem Erweiterungsbau ein Zeichen für den Standort Orlishausen setzt. Hier seien gute Voraussetzungen und hervorragende Mitarbeiter. Bauminister Christian Carius dankte dem Unternehmen für diese Investitionsentscheidung und wünschte unfallfreie Bauarbeiten in den nächsten Wochen. Landrat Rüdiger Dohndorf betonte, dass das Unternehmen durch das Tal der Krise gegangen ist und nun mit einer Erweiterung wieder oben auf steht - Erdrich sei ein beispielhaftes Familienunternehmen der Region. Bürgermeister Wolfgang Flögel brachte in seinem Grußwort zum Ausdruck, dass dieses Vorhaben nicht nur wichtig für Erdrich sondern auch wichtig für die Stadt Sömmerda ist. Von acht vermarktbaren Grundstücken im Gewerbegebiet sind sieben (ca. 60.000 m² Fläche) an das Unternehmen verkauft und auch bebaut. Nach der Beendigung der Produktion und Montage von PC´s und Notebooks bei Fujitsu Siemens Computers ist Erdrich der größte Arbeitgeber in Sömmerda. Die Stadt sei stolz auf dieses Unternehmen und wird weiter für gute Rahmenbedingungen am Standort sorgen.

Bürgermeister besucht ortsansässige Unternehmen (07. September 2010)

Betriebsrundgang ASF Jens Bauer

Einzelunternehmen ASF Jens Bauer - klein aber OHO

Am 07.09. besuchten Bürgermeister Wolfgang Flögel und der 1. Beigeordnete und MdL Ralf Hauboldt das Sömmerdaer Unternehmen ASF Jens Bauer.

ASF steht für Autoteile, Schmierstoffe und Filter, wobei das Hauptgeschäftsfeld die beiden letztgenannten sind. Daher liefert der Dienstleister Motor-, Getriebe- sowie Hydrauliköle, Fette und sonstige Spezialschmierstoffe für Fahrzeuge, Maschinen und Industrieproduktionsanlagen. Dazu gehört auch der Verkauf von Schmierstofftechnik für den Werkstattbereich.

Der zweite Schwerpunkt sind Filter, u. a. Öl-, Kraftstoff-, Luft- und Hydraulikfilter, die in den oben genannten Maschinen und Anlagen eingebaut sind. Somit ist es möglich, ein gutes „Rundumpaket“ für Wartung und Instandsetzung aus einer Hand anzubieten.

Ein dritter Schwerpunkt ist der Verkauf von AdBlue-Harnstofflösung zur Einhaltung von Abgaswerten nach EURO-Norm für mobile Fahrzeuge; vorrangig für Nutzfahrzeuge.

Etwas versteckt hinter den Werbeflächen, die am Firmenzaun angebracht sind, „mausert“ sich das Unternehmen im Gewerbegebiet „Erfurter Höhe“ (gegenüber den Waschanlagen) zu einem regional gefragten Vertragspartner.

Am 01.12.1999 gründete Jens Bauer das Einzelunternehmen in der jetzigen Form. Die Geschäftsidee entwickelte der gelernte Instandhaltungsmechaniker aus seiner bis dahin ausgeübten Schlossertätigkeit. Langsam baute er den Betrieb auf und war ständig unterwegs, neue Kunden zu akquirieren. „Es geht nicht immer um große Mengen, wir wollen gern der Ansprechpartner für viele Unternehmen in der Region sein“, so der Firmenchef. Zuverlässigkeit und Flexibilität sind die Geheimnisse des Erfolgs. „Ja, Zuverlässigkeit ist das „A“ und „O“ in unserem Geschäft“ meint er mit Stolz auf seine Mitarbeiter. „Und Flexibilität können wir durch schnelle Lieferung, die wir aufgrund unserer Lagermöglichkeiten realisieren können und durch sog. „Streckengeschäfte“ (Lieferant direkt an Kunden) organisieren.“

Obwohl der Chef noch jung ist, die Firmennachfolge ist bereits geklärt. Sohn Marcel ist im Unternehmen als Groß- und Einzelhandelskaufmann ausgebildet worden. Er ist neben Michael Thal einer der Außendienstmitarbeiter und führt außerdem die Buchhaltung. Anfangs wurde er dabei von Mutter Kerstin angeleitet, die zwar nicht im Unternehmen tätig ist, aber als Bilanzbuchhalter die nötige berufliche Erfahrung mitbringt.

Am 01.12.2009, quasi zum 10-jährigen Firmenjubiläum, wurde das neu gebaute Bürogebäude auf dem zwischenzeitlich gekauften Gelände eingeweiht. Die Investition war notwendig geworden, da die vom Vorbesitzer übernommene Baracke baufällig war. An dieser Stelle steht jetzt ein schmuckes Haus mit hellen freundlichen Büros und einem geräumigen Sozialtrakt. Liebevoll gestaltete Blumenbeete und Grünflächen runden das Bild ab. Auch der Eingang zum Firmengelände ist neu gestaltet. „Darum kümmert sich mein Sohn. Er hat großes Interesse daran, das Gelände schön zu gestalten“. Und auch das nötige Geschick bringt er mit, wie die Besucher sehen konnten.

Weitere Umgestaltungs- und Sanierungsarbeiten sind in nächster Zeit noch geplant. So soll die Mauer um das Gelände saniert und die Lagerhalle einer Verjüngungskur unterzogen werden.

Der Bürgermeister wünschte Herrn Bauer und seinem Team weiterhin viel Erfolg und Gesundheit und lud ihn zum nächsten Unternehmertreff ein.

Unternehmertreff Bürgermeister 2010 (24. August 2010)

Besichtigung Biogasanlage

"Unternehmertreff Bürgermeister"
erstmals in einem Landwirtschaftsunternehmen


Sömmerdas Stadtoberhaupt Wolfgang Flögel hatte zum 11. "Unternehmertreff Bürgermeister" eingeladen und fast 40 Vertreter der strukturbestimmenden Unternehmen und öffentlicher Institutionen waren gekommen. Gastgebendes Unternehmen war mit der Terra e. G. Sömmerda erstmals ein Landwirtschaftsunternehmen - mit "interessanten Töchtern".

Der Ablaufplan war gut bestückt. Seitens der Unternehmerschaft wurde schon am Rande des vorjährigen Treffens in der SEV GmbH Interesse an einer Besichtigung der Hederfeld Biogasgesellschaft mbH angemeldet. So bot es sich an, diese dem eigentlichen Betriebsbesuch der Terra e.G. voranzustellen.

Geschäftsführer der Hederfeld Biogasgesellschaft mbH, einem Gemeinschaftsprojekt der Terra e. G. und der Agra Milch e. G. Frohndorf, ist Sylvio Key. Er informierte vor Ort über Wirkungsweise der Biogasanlage. Eine herausragende Besonderheit gegenüber anderen BHKW´s ist die Besinnung auf die eigenen Stoffkreisläufe, so der Geschäftsführer. Es werden nicht, wie vielerorts bei den derzeitigen Technologien üblich, gute Rohstoffe vor Ort angebaut oder über weite Strecken herantransportiert, um sie dann quasi zu "verfeuern". Auf dem Hederfeld werden vorwiegend die im Produktionsprozess der Landwirtschaftsbetriebe entstehenden Erzeugnisse und Abprodukte eingesetzt. Dies sind z. B. Anwelksilage, der minderwertige Futtergrasschnitt oder die Gülle. Natürlich sind auch Mais (ca. 15 t/Tag) und etwa 1 t Getreide für die Beschickung erforderlich, die immer kontinuierlich erfolgen muss.

Der zweite positive Aspekt ist, dass die bei der Energieerzeugung anfallende Wärme, die bei anderen BHKW´s oft einfach in die Luft geblasen wird, hier zur in der Nachbarschaft angesiedelten Läuferaufzucht genutzt wird. Die hausgemachte "Nestwärme" spart jährlich ca.150 000 l Heizöl ein. Im vergangenen Jahr wurden auf dem Hederfeld so fast 4,3 Mio. KWh erzeugt; in diesem Jahr ist eine 8 - 10-%ige Steigerung geplant.

Zurück auf dem Gelände der Terra e. G. Erfurter Höhe 42 gaben der Vorstand, Hans-Günter Naumann und der Prokurist des Unternehmens, Nicky Ruhe einen Überblick über die Firmenkonstellation und stellten das größte Landwirtschaftsunternehmen in Sömmerda vor. 2 800 ha Fläche werden bewirtschaftet. Vorwiegend wird Weizen angebaut. In diesem Jahr haben die Landwirte witterungsbedingt große Probleme. Ca. 80 % des Weizens ist von minderer Qualität und kann nur als Futtermittel verkauft werden. Das bedeutet einen finanziellen Verlust für das Unternehmen und für die Stadt Sömmerda weniger Steuereinnahmen, so der Vorstandsvorsitzende.

Über die Tätigkeitsprofile der Tochterfirmen der Terra e. G. - in Sömmerda gemeinhin als "IPSA" bekannt - informierten die jeweiligen Geschäftsführer bei einem Betriebsrundgang. Für die IPSA Instandhaltung GmbH und die IPSA Autohaus GmbH ist Guido Grimm verantwortlich. Peter Moll führt die IPSA Autoteile GmbH. Aufgrund des engen Zeitplanes konnte die MS - Metallbau GmbH, geleitet von Frank Struve nicht mehr besichtigt werden. Auch die Terra - Schweinezucht GmbH, als weiteres Tochterunternehmen, konnte lediglich kurz angesprochen werden.

Die Unternehmen waren den meisten Teilnehmern eigentlich bestens bekannt. Welche Vielfalt an Geschäftsfeldern und sehr gut organisiertes Management sich dahinter verbirgt, beeindruckte die Gäste sichtlich.

Nach dem Betriebsrundgang informierte der Bürgermeister die anwesenden Unternehmer über die im Haushalt geplanten Investitionen und gab einen Ausblick auf das Jahr 2011. Er appellierte an die Anwesenden, die industriell-geschichtlichen Wurzeln Sömmerdas und damit auch die ihrer Unternehmen nicht zu vergessen und bat darum, das Vorhaben "Museumserweiterung" zu unterstützen und sich für dessen Realisierung einzusetzen.

Zum Abschluss bedankte er sich bei den Gastgebern für die interessanten Vorträge und bei den Unternehmern für ihr Engagement am Wirtschaftsstandort. Er würdigte ihr Wirken in den Zeiten der Wirtschaftskrise und hob die Bedeutung der geschaffenen und erhaltenen Arbeits- und Ausbildungsplätze für die Region hervor.

Der Leiter des Kundencenters der Thüringer Aufbaubank, Herr Ronald Jost, gab einen kurzen Überblick über hinsichtlich der Wirtschaftskrise modifizierte Förderprogramme für Unternehmen. Herr Michael Leiprecht, Geschäftsführer der Arge Sömmerda wies in seinen Ausführungen auf das Programm 50PLUS hin, welches in Zeiten des demografischen Wandels und des jetzt schon zu verzeichnenden Fachkräftemangels für die Unternehmen nutzbringende Potentiale an Fachwissen und Erfahrung birgt.

BVMW ehrte engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer (11. August 2010)

Matthias Huke

Matthias Huke ist "Unternehmer des Jahres 2010"

Zum 11. Mal in Folge hat der Bundesverband mittelständische Wirtschaft den Mittelstandspreis im Land Thüringen ausgeschrieben. Mit dieser Auszeichnung ehrt der BVMW engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer, die mit fachlicher Kompetenz erfolgreich das eigene Wirtschaftsunternehmen führen aber auch über die Betriebsgrenze hinaus soziales Engagement zeigen und damit Verantwortung für die Region übernehmen. Im Landkreis Sömmerda hat sich die regionale Jury, unter Leitung von Horst Schulze (BVMW Kreisverband), unter den Nominierten für den Unternehmer Matthias Huke aus Sömmerda entschieden. Am 11. August 2010 wurde ihm von Bauminister Christian Carius und dem Geschäftsführer Günter Richter (BVMW Thüringen) der Preis in Form einer handgefertigten Pyramide sowie Urkunde übergeben.

Als Geschäftsführer und Mitgesellschafter der Modelltechnik GmbH & Co. Formenbau KG leitet Matthias Huke ein Unternehmen, dessen Hauptgeschäftsfeld sich auf die Entwicklung, Konstruktion und Herstellung komplexer Formwerkzeuge konzentriert. Hauptkunden sind weltweit agierende Unternehmen rund um die Automobilindustrie, was der Geschäftsführer in seinen einführenden Worten als einen wichtigen Grund für die stetige Entwicklung des Betriebes benennt. "Nach ‘einer kurzen Delle’, bedingt durch die Wirtschaftskrise, ist seit Mai wieder eine positive Tendenz zu verzeichnen", so Herr Huke.

Bürgermeister Wolfgang Flögel nannte die Fa. Modelltechnik in seiner Laudatio einen der Eckpfeiler des Wirtschaftsstandortes. Die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens basiert auf der soliden Arbeit in einem am Standort traditionellen Gewerk. Die innovative Ausrichtung der Fertigung, ausgestattet mit modernen Produktionsanlagen, ist ein weiterer Aspekt. Und nicht zuletzt sind es Entwicklungsleistungen, mit denen das Unternehmen gerüstet ist, sich am Markt zu behaupten.

Flögel hob auch die soziale Verantwortung, die Matthias Huke als einer der größten Arbeitgeber übernimmt, hervor. Derzeit sind 94 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt. 12 davon sind Azubis. Modelltechnik bildet seinen Fachkräftenachwuchs seit Jahren selbst aus und wurde dafür im Juli 2010 durch die IHK Erfurt ausgezeichnet.

Die Unternehmerpersönlichkeit Matthias Huke zeichnen zudem Aktivitäten in anderen Bereichen aus. So ist Huke z. B. Vorstandsmitglied im Rotary Club Sömmerda sowie im Motorsportclub Mittelthüringen und unterstützt den Hilfeverein Kenya. "Die Fakten sprechen für sich: Matthias Huke ist ein würdiger ‘Unternehmer des Jahres 2010’", fasste der Bürgermeister seine Ausführungen zusammen, bedankte sich bei Herrn Huke für sein Engagement und wünschte ihm und seinen Mitarbeitern weiterhin viel Erfolg.