Zusammenarbeit bei landwirtschaftlichen Wegen und Gewässerunterhaltung
06.06.18 11:44

Bürgermeister fühlte bei Treff mit Landwirten für gemeinsame Absichtserklärung vor

In der Leag Agrar AG ging es in der Runde des Bürgermeisters mit Landwirten unter anderm um landiwrtscahftliche Wege und Gewässerunterhaltung.

Mit einem so genannten Letter of Intent möchte die Stadt der künftigen Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Unternehmen für die Pflege, den Erhalt und Erweiterung landwirtschaftlicher Wege einen Rahmen geben. Hintergrund ist, dass die Stadt einerseits nicht in der Lage ist, das etwa 80 Kilometer umfassende Netz ländlicher Wege in ihrer Gemarkung allein zu unterhalten, es aber andererseits  Bereiche gibt, wo eine gemeinsame Nutzung durch Landwirtschaft und Tourismus – in dem Fall sind es vorwiegend Radfahrer – schon erfolgt bzw. noch ausgeweitet werden kann. Was wiederum die Nutzung bestimmter Fördertöpfe seitens der Stadt möglich macht.Ziel ist eine Übersicht über den Ist-Zustand der ländlichen Wege sowie eine Kategorisierung derselben, um in diesem Rahmen ein Kernnetz an ländlichen Wegen festzulegen, nach dem sich die Unterhaltung der Wege richten soll. „Für dieses Vorhaben bitte ich um Ihre Mitarbeit“, so Bürgermeister Ralf Hauboldt beim Treff mit Landwirten, für den diesmal die Leag Agrar AG Leubingen Gastgeber war. Wichtig sei es, dass jeder der beteiligten landwirtschaftlichen Betriebe erst einmal die für ihn wichtigen Hauptwege herausarbeitet, um daraus ein gemeinsames Kernnetz zu erstellen und diese Übersicht auch für Lückenschlüsse nutzen zu können, erläuterte Otto Rosenstiel, Leiter Bau- und Umweltamt, das Anliegen. Ein weiterer Schritt sei dann, die Übersicht zeitlich und finanziell zu untersetzen – sprich festzulegen, wo, wann, was und mit welchen Mitteln an ländlichen Wegen gearbeitet wird.Von den anwesenden Landwirten wurde das Vorhaben vom Grunde her begrüßt. Nachfragen gab es unter anderem zur konkreten Vorgehensweise. Und es müsse gewährleistet sein, dass auch mal kurzfristig etwas an Wirtschaftswegen getan werden kann, so Jörg-Ole Wesemann, Geschäftsführer der Terra Sömmerda GmbH. Für die Leag Agrar AG verwies Vorstandsvorsitzender Uwe Läufer auf das Problem, dass Wirtschaftswege auch als Bauzufahrten genutzt werden, wie etwa beim Bau der A 71 geschehen. Im landwirtschaftlichen Wegenetz zwischen Stödten und Schillingstedt sollten Wegeerneuerungen durch die Baufirma erfolgen, was bislang nicht geschehen sei – und die Ernte stehe bald an, monierte Uwe Läufer. Man werde dazu noch einmal gemeinsam nachhaken, sagte Otto Rosenstiel zu.Ebenso wie bei den landwirtschaftlichen Wegen will man seitens der Stadt bei der Gewässerunterhaltung verfahren. Für rund 70 Kilometer Gewässer 2. Ordnung im Gemarkungsgebiet Sömmerda ist die Stadt zuständig, informierte Stefan Schönfeld, Abteilungsleiter im Bau- und Umweltamt. Hinzu kämen noch untergeordnete Gewässer, z. B. Entwässerungsgräben, wo es keine eindeutig festgelegt Zuständigkeit gebe. Man brauche die Landwirtschaftsunternehmen mit im Boot, um Maßnahmen im Bereich der Gewässerunterhaltung abzustimmen, betonte Schönfeld. Wichtig sei für die Gewässerunterhaltung ein Prioritätensystem ähnlich wie bei den landwirtschaftlichen Wegen, plädierte auch Martin Hirschmann vom Thüringer Bauernverband für ein solches System.

Weiteres Thema beim Treff waren geplante bzw. in der Realisierung befindliche Baumaßnahmen und Ausgleichsmaßnahmen dazu sowie der Thüringentag vom 28. bis 30. Juni 2019 in Sömmerda, zu dem der Bürgermeister unter anderem über das Programm informierte.