Zweites Leben für Notebook, PC und Co.
24.04.18 14:27

AfB gemeinnützige GmbH bereitet IT-Hardware wieder auf / Bürgermeister auf Betriebsbesuch

Thomas Richter, Julia Fuchs und Ralf Hauboldt (v. l.) am Arbeitsplatz von Ralph Leihbecher.

Steffen Ritter (l.) erläutert den Besuchern seine Arbeitsaufgaben im Repair-Center.

Demnächst soll ein gut sichtbares Schild über der Eingangstür auf den Shop der AfB gemeinnützige GmbH in der Erfurter Straße hinweisen. Hier wird wiederaufgearbeitete Hardware – sprich Notebooks, PC, Drucker und mehr – angeboten. Zum größten Teil handelt es sich um dabei um von Firmen bzw. öffentlichen Einrichtungen im Zuge von Neuanschaffungen nicht mehr genutzte Geräte. Aber auch neue und neuwertige aktuelle Notebooks und PC von Fujitsu kann man im AfB-Shop erwerben.

Gebrauchtgeräte werden durch die AfB gemeinnützige GmbH für neue Kunden zurecht gemacht. Die wiederaufbereiteten Geräte nutzen nicht nur Privatleute, sondern unter anderem auch gemeinnützige Organisationen und Schulen.
Doch bis von den ursprünglichen Verbrauchern nicht mehr verwendete Notebooks, PC, Drucker etc. für die neuen Nutzer zur Verfügung stehen, braucht es mehrere Arbeitsschritte. Zum Arbeitsprozess bei der AfB gemeinnützige GmbH gehören unter anderem  Überprüfung, Datenlöschung (auch die erfolgt zertifiziert nach BSI-Vorgaben), Reinigung und das Aufspielen neuer Software.

Das alles passiert sozusagen hinter den Kulissen im Repair-Center des Unternehmens. Über die Arbeitsabläufe dort sowie das Profil der AfB gemeinnützige GmbH informierte Niederlassungsleiter Thomas Richter Sömmerdas Bürgermeister Ralf Hauboldt und Julia Fuchs von der Wirtschaftsförderung beim Betriebsbesuch. Dieser führte auch auf den Campus „Alte Ziegelei“, wo die Firma Räumlichkeiten gemietet hat. Der Campus biete nicht nur gute Voraussetzungen unter anderem zum Thema Sicherheit, so Thomas Richter. Die Nachbarschaft mit dort ebenfalls ansässigen Firmen wie Fujitsu bedeute auch kurze Wege  in Sachen Wiederaufbereitung. Gehört doch Fujitsu Technology Solutions zu einem der Vertragspartner, für die die AfB gemeinnützige GmbH tätig ist.

Der grüne Gedanke in der Firmenphilosophie beinhaltet nicht nur die Aufarbeitung und Wiederverwertung von IT-Hardware durch den Verkauf an neue Kunden. Zeigt sich bei der Erfassung, dass ein Gerät aus verschiedenen Gründen überhaupt nicht mehr nutzbar ist, werden darin befindliche Datenträger geschreddert,  das Gerät in seine Bestandteile zerlegt und einem geordneten Recycling-Prozess in zertifizierten Unternehmen zugeführt.

Mit den insgesamt sechs Mitarbeitern einschließlich Niederlassungsleiter gehört der  Sömmerdaer Standort  momentan noch zu den kleineren innerhalb der AfB-Gruppe, die 2004 in Ettlingen bei Karlsruhe gegründet wurde und heute mit 18 Niederlassungen in der Bundesrepublik sowie Frankreich, Österreich und der Schweiz vertreten ist.

Doch auch der Sömmerdaer Zweig ist auf Wachstumskurs. „Wir sind auf der Suche nach weiteren Mitarbeitern“, so Thomas Richter. Man arbeite dafür unter anderem auch mit der Arbeitsagentur zusammen. Gezielt will das Unternehmen auch Menschen mit Behinderung ansprechen. Ihnen die Möglichkeit für eine Betätigung  zu bieten, trägt die Firma im Namen. Steht doch AfB als Kürzel für Arbeit für Menschen mit Behinderung. Gegenwärtig ist in der Sömmerdaer Niederlassung ein Mitarbeiter mit Handicap beschäftigt. „Weitere Einstellungen sind geplant“, blickt Thomas Richter voraus. Unternehmensweit sind in der AfB-Gruppe ca. 49 Prozent der Beschäftigten Mitarbeiter mit Handicap.

Mit großem Interesse verfolgten Bürgermeister Ralf Hauboldt und Julia Fuchs die Ausführungen und bedankten sich bei Thomas Richter für den interessanten Betriebsrundgang und die Einblicke in die Unternehmensphilosophie.