Aktuelle Wirtschaftsnachrichten

Betriebsbesuch bei der Scheller GmbH im Gewerbegebiet Tunzenhausen

Betriebsrundgang
Betriebsrundgang

Vom Montagebetrieb zum Komplettanbieter für Geländer, Lärmschutzkonstruktionen und Brückenausstattungen

Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Wirtschaftsgespräche besuchte der Erste Beigeordnete Ralf Hauboldt am 17. April 2012 die Scheller GmbH. Die Firma hat seit 2010 ihren Sitz im Gewerbegebiet “An der Brückwiese” im Sömmerdaer Ortsteil Tunzenhausen.

Im Jahr 1992 wurde das Unternehmen von Hans-Georg Scheller in Kölleda als reiner Montagebetrieb gegründet. Gestartet mit zwei Mitarbeitern, entwickelte sich das Geschäft stetig. 1997 erfolgte eine Umfirmierung zur GmbH.

Bis Ende 2005 war das Kerngeschäft mit bis zu 90 % des Jahresumsatzes die reine Montage von Brückenausstattungen und Geländern. Mit Beginn des Geschäftsjahres 2006 hatte Herr Scheller gemeinsam mit dem neuen Geschäftspartner Holger Herbothe begonnen, sukzessive eine eigene Produktion für Stahlgeländer und Brückenausstattungen aufzubauen.

Die bisherige Montagehalle in Kölleda wurde schnell zu klein - mit dem Objekt des ehemaligen Fensterwerkes im Sömmerdaer Ortsteil Tunzenhausen fand man eine standort- sowie größenmäßig vernünftige und finanziell überschaubare Option.

Heute hat das Unternehmen, welches bundesweit operiert, zwei ausgewogene Kernkompetenzen. Einerseits agiert es als Dienstleister für Montagearbeiten mit derzeit noch ca. 10 % des Jahresumsatzes und mit 90 % als Komplettanbieter für Geländer, Lärmschutzkonstruktionen und Brückenausstattungen.

Foto 1: Beigeordneter Ralf Hauboldt (m.) und Geschäftsführer Hans-Georg Scheller (r.) im Gespräch mit Mitarbeiter Jens Wagner zum Betriebsrundgang. Herr Wagner bereitet hier gerade die Handläufe für ein Geländer vor.

Was sich wie eine reine Erfolgsstory liest, ist der oftmals steinige Weg eines vorwiegend als Nachunternehmer der Bauindustrie tätigen Unternehmens. Fast immer sind die Montageteams der Scheller GmbH das letzte Gewerk bei der Fertigstellung von Brücken- und Ingenieurbauwerken, wodurch immer Termindruck herrscht, da oft Verzögerungen im Bauablauf aufgeholt werden müssen. Auch die Bezahlung durch die vorgeschalteten Auftragnehmer ist mit Risiken behaftet.

Doch allen Unwägbarkeiten zum Trotz begeht das Team der Scheller GmbH in diesen Tagen das 20-jährige Firmenjubiläum. Das Unternehmen wird von Auftraggebern als zuverlässiger Geschäftspartner und von Wettbewerbern wegen der fachlichen Kompetenz geachtet.

Die Referenzliste ist lang und beinhaltet überregionale Projekte wie z. B. an der Stuttgarter S-Bahn oder an der neuen Startbahn am Frankfurter Flughafen. Für den Bereich Thüringen sind die Ausstattung von zwei Brücken an der Bundesautobahn 71 bei Oberröblingen oder die ICE-Strecke zwischen Finnetunnel und der Ortseinfädelung Erfurt/Vieselbach (22 Brücken) zu nennen. Regionale Vorhaben im Raum Sömmerda waren unter anderem die Brücken der Ortsumfahrung Sömmerda oder das Bauwerk im Bereich der Anschlussstelle Sömmerda-Ost der A 71.

Foto 2: Dieses verzinkte Stahlgeländer wird seinen Platz an der S-Bahn in Stuttgart finden, erklärte Geschäftsführer Holger Herbothe (r.). Zum Auftrag gehören insgesamt 1000 m Stahlgeländer und 450 m Edelstahlhandläufe für zwei Bahnhöfe. Die Geländer werden in Tunzenhausen produziert, vormontiert und grundiert, vom Montageteam nach Stuttgart transportiert und angebracht sowie mit einem letzten Deckanstrich direkt vor Ort versehen.

Einen Grund für den Erfolg der Firma sehen die beiden Geschäftsführer übereinstimmend auch in ihren Mitarbeitern. Diese seien zuverlässig, erfahren, sehr gut ausgebildet und hoch motiviert. Wichtig ist dabei die ständige Weiterbildung. Das Unternehmen besitzt die Herstellerqualifikation zum Schweißen von Stahlbauten nach DIN 18800-7.

Der Mitarbeiterstamm besteht aus derzeit rund 30 Personen. Die Chefs setzen derweil auf einen guten Mix aus "Alt" und "Jung". "Bei uns können auch ältere Mitarbeiter tätig sein, vorausgesetzt sie bringen eine entsprechende Eignung und Qualifikation, Leistungswillen und Flexibilität mit", merkte Holger Herbothe im Gespräch an.

Das Unternehmen bildet auch in der Berufsgruppe Konstruktionsmechaniker aus. Leider ist es trotz mehrfacher Anstrengungen nicht gelungen, für das kommende Ausbildungsjahr einen geeigneten Bewerber zu finden.

Vom Ersten Beigeordneten nach dem Blick in die Zukunft gefragt, sind die beiden Geschäftsführer optimistisch. In diesen Tagen soll das Investitionsvorhaben einer Lagerhalle vorangebracht werden; die Bodenplatte ist bereits gegossen.

Ralf Hauboldt informierte seinerseits über Vorhaben der Infrastrukturentwicklung und Instandsetzungsmaßnahmen am Standort Tunzenhausen und wünschte den Unternehmern und ihrem Team für die Zukunft weiterhin viel Erfolg.
 

UKA+HAUKE: 20. Gründungsjubiläum gefeiert

Helen und Ralf Uka (Foto: privat)

"Wir wollten hoch hinaus! Was bietet sich da besser an, als Arbeitsbühnen?"

Die Geschichte von "UKA+HAUKE", dem Sömmerdaer Vermiet- und Serviceunternehmen für Arbeitsbühnen aller Art mit weiteren Niederlassungen in Thüringen und Sachsen, kann in ähnlicher Art wohl ungezählte Male für die Gründungspioniere der frühen 90er niedergeschrieben werden.

Am 1. April 1992 gründeten Helen Hauke und Ralf Uka, die inzwischen verheiratet sind, ihr gleichnamiges Unternehmen in Sömmerda und bezogen ein winziges Büro mit Kohleheizung im Dachgeschoss der Bahnhofstraße 1 - "hoch hinaus..." war damit von Anfang an arbeitstägliche Realität. Die ersten drei Maschinen fanden damals Unterstand auf dem ehemaligen BWS-Gelände. Da sich der April-Einstieg bewährte, griffen die beiden drei Jahre später, am 1. April 1995, diese Datumstradition wieder auf und eröffneten ihren neuen, modernen Firmensitz mit Servicestation in städtischen Gewerbegebiet, Am Unterwege 13.

Das kleine Unternehmen blieb mit Biss am Ball und konnte so weitere Filialen gründen. 1998 in Gotha und Jena, zwei Jahre darauf in Chemnitz und 2005 in Dresden. Zu den klassischen Anhänger-Arbeitsbühnen haben sich heute LKW-Arbeitsbühnen bis 35 m Arbeitshöhe, Scheren-Arbeitsbühnen und Teleskop-Arbeitsbühnen durchweg bekannter Leistungsmarken hinzu gesellt. Die neuesten Kinder der UKA+HAUKE-Produktfamilie sind seit diesem Jahr die imposanten, großen und kleinen Teleskopstapler der Marke MANITOU.

Heute verfügt das Sömmerdaer Unternehmen über mehr als 300 Maschinen und beschäftigt 20 Mitarbeiter in den thüringischen und sächsischen Niederlassungen. 

Mit einem Festabend wurde das 20-jährige Firmenjubiläum am 31. März, im Werk ohne Namen, mit 200 Gästen gebührend gefeiert. Im Rahmen einer temporeichen Performance kam auch eine Scherenarbeitsbühne zum Einsatz. Zu den Gästen und Rednern des Festabends zählten u. a. der Thüringer Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr - Christian Carius, der 1. Kreisbeigeordnete des Landrates Harald Henning, der 1. Beigeordnete der Stadt Sömmerda, Ralf Hauboldt, sowie Klaus-Dieter Trunzer, Leiter des Regionalen Service-Center Sömmerda der IHK-Erfurt und weitere Wegbegleiter und Freunde des Unternehmer-(Ehe)Paars.

Ihre Wurzeln haben "UKA+HAUKE" bei all der rasanten Entwicklung nicht vergessen: "Sömmerda als Investitionsstandort - hier in Thüringen - war und ist für uns ein Volltreffer, den wir nur weiterempfehlen können!"