Aktuelle Wirtschaftsnachrichten

"Unternehmertreff Bürgermeister" - Informationen und Betriebsrundgang bei Erdrich Umformtechnik GmbH


Einer Tradition folgend, die auf Vorgänger im Amt zurückgeht, hatte Bürgermeister Ralf Hauboldt  in Sömmerda und den Ortsteilen ansässige Unternehmen sowie Vertreter von Wirtschaftsverbänden zum „Unternehmertreff Bürgermeister“ eingeladen. Für die 15. Auflage am 23. September war die Erdrich Umformtechnik GmbH im Gewerbegebiet „Gebind“ im Ortsteil Frohndorf/Orlishausen Gastgeber. Rund 30 Unternehmer und Vertreter von Wirtschaftsverbänden waren der Einladung gefolgt.

Der Dank des Bürgermeisters ging an das gastgebende Unternehmen. Als Erinnerung an die Veranstaltung gab es diesmal seitens der Stadt für die Teilnehmer eine Medaille mit Gravur.

Und im Anschluss einen Überblick des Bürgermeisters über städtische Vorhaben. Nach wie vor befinde sich die Stadt in der Haushaltskonsolidierung. Die im Haushaltskonsolidierungskonzept beschlossenen Maßnahmen greifen, so der Bürgermeister. Die Finanzen hätten sich positiv entwickelt. Im Nachtragsetat habe die Stadt über 34 Prozent an Investitionen zulegen können.

Investieren will die Stadt unter anderem in ein Straßenreparaturprogramm etwa im Salzmann-Wohngebiet. Als weitere Beispiele nannte Ralf Hauboldt die geplante Erweiterung des Spielplatzes im Stadtpark, die Sanierung des Busbahnhofes sowie den Bau eines Allwettersportplatzes für den Schul- und Freizeitsport im Sportpark Fichtestraße, über den man sich mit dem Landkreis einig sei. Auch hierfür, wie schon beim Busbahnhof, werde es Fördermittel geben.

Um künftig im Bereich der Stromkosten weiter sparen zu können, solle in der Stadt und den Ortsteilen Schritt für Schritt die Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt werden. Dafür sei eine Kreditaufnahme nötig, so Hauboldt. „Auf die Grundstücksbesitzer kommen bei der Umrüstung keine Kosten zu“, betonte der Bürgermeister.

Weitere wichtige Projekte seien der begonnene Ausbau der Landesstraße Wenigensömmern - Leubingen, der  laufende Ausbau der Langen Straße und die Riedtorbrücke, für die kurzfristig Fördermittel in Aussicht gestellt seien.
Ebenso ging der Bürgermeister auf künftige Wohnbauflächen ein. Dieses Thema solle so schnell wie möglich in der Klindersiedlung, Lessingplatz und Offenhain Nord angegangen werden.

Auf die Fertigstellung der Autobahn 71 hofft die Stadt ebenso wie die ortsansässigen Firmen. „Und wir hoffen, dass auch irgendwann mal die Umgehungsstraße Richtung Weißensee weitergebaut wird“, so Hauboldt. Er wisse um die Probleme, die Unternehmen im Gewerbegebiet „Am Unterwege“ deswegen haben.

Nach diesem Überblick seitens der Stadt gab Roland Jost, Bereichsleiter Kundencenter bei der Thüringer Aufbaubank, einen Überblick über  die Fördermöglichkeiten der Bank. Seine Ausführungen betrafen unter anderem Fördermöglichkeiten von Energieeffizienzmaßnahmen.

Bevor sich die Teilnehmer des Unternehmertreffs auf einen geführten Rundgang durch das Unternehmen Erdrich Umformtechnik GmbH begaben - dieser führte unter anderem in die Bereiche Werkzeugbau und Fertigung - ließ Rudolf Brehm, Werkleiter am Standort Sömmerda, einige Zahlen für die Firma sprechen.
Vom Standort Sömmerda aus verlassen täglich etwa 700.000 Teile des Automobilzulieferers das Werk. „Wenn Sie ein europäisches Auto fahren, ist überall Erdrich mit drin“,  so der Werkleiter in die Runde. So tragen etwa Elemente von Scheibenwischern, Antriebswellen, Achsen und Steuergeräten die Handschrift des Unternehmens.

Stolz ist man im Unternehmen, das gegenwärtig 550 Mitarbeiter zählt, auch auf die eigene Konstruktion und den Werkzeugbau.

Vor zwei Jahren konnte man am Standort im Gewerbegebiet in Orlishausen 20-Jähriges feiern. In der Zwischenzeit wurde weiter investiert - knapp 13 Millionen Euro in den letzten zwei Jahren. Das Geld floss uinter anderem in den Neubau von Halle Nummer sechs einschließlich neuer Maschinen, die jetzt dort stehen. Und es gibt Ambitionen für eine neuerliche Erweiterung.

„Ich sehe mit Freude, wenn sich der Standort hier weiterentwickelt mit Ihnen als guter Partner“, sagte Bürgermeister Hauboldt an Rudolf Brehm gewandt. Die Stadt werde, was eine Erweiterung betrifft - die avisierte Fläche ist keine kommunale - mit nach Lösungsansätzen suchen.

Als schwierig für Erdrich, so der Werkleiter, gestalte sich nach wie vor die Zufahrt über den Kreuzungsbereich und auch die Firma Erdrich warte, wie andere Unternehmen ebenso, auf die Fertigstellung der Autobahn.

Bevor die Teilnehmer des Unternehmertreffs in lockerer Diskussionsrunde das ein und andere des Gehörten und Gesehenen noch vertieften, warb Bernd Körber als Vorsitzender des Schulfördervereins des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Sömmerda um Unterstützung.

Im Rahmen der vom Förderverein initiierten Aktion „@was tun - Kommunikation macht Schule“ ist unter anderem angestrebt, die Fachschaft des Gymnasiums komplett mit Laptops für den Unterricht auszustatten, wie Bernd Körber in seinem kurzen Vortrag in der Runde der anwesenden Unternehmer berichtete.

„Unternehmertreff Bürgermeister“ – Ralf Hauboldt lud Vertreter der Landwirtschaft zum Arbeitstreffen ein

Bürgermeister Ralf Hauboldt hatte am 04.03.14 im Rahmen der Wirtschaftsförderung Vertreter ortsansässiger Landwirtschaftsbetriebe, des Landwirtschaftsamtes Sömmerda sowie des Thüringer Bauernverbandes zum „Unternehmertreff Bürgermeister“ in das Rathaus eingeladen.

Diese Veranstaltungen, wie auch das Zusammentreffen mit den strukturbestimmenden Industriebetrieben der Stadt, sollen dem Austausch von Informationen und der Abstimmung dienen, um gemeinsame Schritte im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung der Kreisstadt mit ihren acht Ortsteilen zu jeweils spezifischen Fragen zu beraten.

Seine Begrüßungsworte verband der Bürgermeister mit einem Dank an die Agrarbetriebe, die neben ihrer vordergründigen Aufgabe, die Ernährungsgrundlage der Bürger zu sichern, auch einen erheblichen Beitrag zur Landschaftsgestaltung leisten. Außerdem schaffen sie Arbeitsplätze und wirken somit auch als ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der Region.

In den folgenden Ausführungen informierte der Bürgermeister die Anwesenden über Vorhaben im HH-Jahr 2014. Im Mittelpunkt standen dabei die geplanten Bauprojekte, wie der Busbahnhof, die Weiterführung der Baumaßnahme in der Langen Straße, der grundhafte Ausbau der L1051 zwischen Wenigensömmern und Leubingen, Planungen für das Wohngebiet „Grüne Mitte“, weitere vorbereitende Maßnahmen an der Großinvestitionsfläche IG 3 u. a. m. Auch laufende Maßnahmen im Rahmen des Hochwasserschutzes und der Landschafts- und Gewässerentwicklungspflege waren Gegenstand seiner Ausführungen.

In diesem Zusammenhang schätzte der Bürgermeister die bisherige Zusammenarbeit als eine sehr gute ein, schlug aber für die Zukunft vertragliche Vereinbarungen vor. Die Investitionen in diesen Bereichen, beispielsweise zur Gewässerunterhaltung, werden von Gesetzlichkeiten bestimmt, die als Grundlage solcher Vereinbarungen dienen sollten. Weiterhin sprach er sich für eine übergreifende kommunale Zusammenarbeit zu den Fragen der Gewässerunterhaltung und des Hochwasserschutzes aus.

Auch die Gäste würdigten diese strukturübergreifenden Arbeitsberatungen als eine Plattform zur Verständigung und Kontaktpflege, welche die Möglichkeit bietet, wichtige Entwicklungsfragen zu beraten und sich mit einer abgestimmten Herangehensweise den zu erwartenden Aufgaben zu stellen.

Sie unterstützen in der Diskussion den Vorschlag des Bürgermeisters zu vertraglichen Vereinbarungen und sprachen sich für konzeptionelle Planungen für bestimmte Unterhaltungsmaßnahmen aus, da es derzeit sehr oft spontane „Feuerwehraktionen“ sind, die sich aus einer konkreten Notwendigkeit ergeben und dadurch oft heraus gelöste Einzelaktivitäten sind.

Ein sehr wichtiger Aspekt, waren sich die Anwesenden einig. Denn aufgrund der landschaftlichen Veränderungen durch den Bau der Autobahn A 71 werden sich veränderte hydrogeologische Verhältnisse ergeben, die sich direkt auf die landwirtschaftlichen Unternehmen auswirken können.

Obwohl die Einflussmöglichkeiten der Kommunen gering sind, waren auch die Einschränkungen für die Landwirte aufgrund der Straßenbaumaßnahmen Gegenstand der Diskussion. Hier wurde speziell auf die unverhältnismäßige Belastung des landwirtschaftlichen Wegesystems hingewiesen, für die die Wirtschaftswege vor allem in Hinblick auf die Tonnage nicht ausgelegt sind.

In der weiteren Diskussion wurden Fragen der sinnvollen Bepflanzung der Flur besprochen, wozu es noch nachgeordnete Abstimmungen geben wird.

Die Veranstaltung war geprägt von einer aufgeschlossenen Atmosphäre und sachlichen Diskussion. Die Anwesenden waren sich einig, derartige Treffen in regelmäßigen Abständen abhalten zu wollen.

 

 

Energetische Stadtsanierung in Sömmerda

Wohngebiet Gartenberg (Foto: G. Albold)
Testbeleuchtung LED-Technik, Rämen (Foto: Bau- und Umweltamt)

Regionalmesse SÖM 2013 am 09. und 10. November 2013
Unstruthalle Sömmerda
Samstag 10 bis 18 Uhr // Sonntag 10 bis 17 Uhr
Eintritt frei!


Die methodische Nutzbarmachung von Energie ist eine wesentliche Grundvoraussetzung der menschlichen Entwicklung und einer der Ausgangspunkte des gesellschaftlichen Lebens überhaupt. Ob in der Urzeit am Lagerfeuer gekocht wurde, wir heute moderne Walzwerke betreiben oder man sich ganz privat an der „rundumsorglos“ Warmwasserbereitung erfreut, die Grundlage ist der gezielte Einsatz einer Energieform zur Umsetzung bzw. Regelung eines Prozesses.

Stand am Beginn der menschlichen Entwicklung die Vervollkommnung der Verfahrenstechnik im Vordergrund, kommen heute neben dem sparsamen Umgang, die nachhaltige Gewinnung und der umweltverträgliche Einsatz von Energie als gesellschaftliche Aufgaben hinzu.

Die Kreisstadt Sömmerda stellt sich dieser Aufgabe im Rahmen der Stadtentwicklung und baut außerdem ein kommunales Energiemanagement auf.

Zur SÖM 2013 ist die Stadtverwaltung wieder mit einem Stand präsent und informiert zu den aktuellen Projekten. 

Im Rahmen der „Energetische Stadtsanierung“ wurde ein Konzept für das Klimaquartier „Gartenberg“ erstellt. Auf der Grundlage einer differenzierten Istzustandsanalyse werden Einsparmöglichkeiten für die Schwerpunkte „Gebäudebestand“, „Gebäudetechnik“, „technische Infrastruktur“ sowie „Verkehr“ / „Mobilität“ aufgezeigt, die abschließend einer Bewertung nach sinnvoller Umsetzbarkeit unterzogen werden. Ziel ist es, mit geeigneten Maßnahmen planmäßig eine verbesserte Energie- und CO²- Bilanz zu erreichen.

Das Projekt „Grüne Mitte Pestalozzistraße“ rangiert ebenfalls unter o. g. Überschrift. Es fokussiert darauf, dass die große Freifläche des ehemaligen Sportplatzgeländes für unterschiedliche Nutzungsansprüche mit verschiedenen Wohnungsformen neu bebaut wird. Erklärtes Ziel ist es, sowohl diese Neubebauung, als auch die energetische Versorgung der Bestandsgebäude im Wohnquartier unter dem energetischen Aspekt und nach neustem Stand der Technik zu realisieren.

Dritter Bestandteil der Präsentation ist das Projekt „Erneuerung der städtischen Straßenbeleuchtung in Sömmerda“. Für den städtischen Haushalt sind die Möglichkeiten der Energieeinsparung mittels Leistungsreduzierung der Straßenbeleuchtung bereits ausgeschöpft. Nachhaltige Einsparung an Energie und damit auch Verringerung der Energiekosten im Verwaltungshaushalt können nur durch Umrüstung auf die LED-Technologie erreicht werden. Welche Einsparpotentiale derartige Maßnahmen in sich bergen, werden eindrucksvoll anhand konkreter Zahlen verdeutlicht.

Besuchen Sie uns an unserem Stand A.2, wie immer gleich neben der Bühne.