Aktuelle Wirtschaftsnachrichten
ERDRICH feierte 20-Jähriges
Mit einem Jubiläumsfest für die Mitarbeiter am 16. Juni im Werk ohne Namen und einem Tag der offenen Tür am darauf folgenden Tag feierte das Unternehmen Erdrich-Umformtechnik in Orlishausen sein 20-jähriges Bestehen. Das Mutterunternehmen in Renchen-Ulm zelebrierte sogar sein 50-jähriges Jubiläum.
“Heute wollen wir gemeinsam feiern und genießen”, gab Firmenchef Nicolas Erdrich die Zielstellung des Abends vor. Zuvor begrüßte er rund 500 Mitarbeiter, Geschäftspartner und Gäste, darunter der künftige Bürgermeister Ralf Hauboldt und der scheidende Landrat Rüdiger Dohndorf. Begleitet von stehendem Beifall dankte Nicolas Erdrich (Foto l.) seinen Eltern mit den Worten: “Mama, Papa - ich bin stolz auf euch.“
Besonderer Dank galt Vater Georg, der 1992 eine Entscheidung getroffen hat, die heute mehr als 500 Familien der Region sichere Arbeit bietet. Auf 20 Jahre erfolgreiche Unternehmensentwicklung am Standort Orlishausen blickte der ehemalige Betriebsleiter Wolfgang Elliger zurück, die er ebensolange mitbestimmte. Der heutige Pensionär erinnerte an die Unternehmensgründung 1992 und ließ wichtige Stationen der Unternehmensgeschichte eindrucksvoll Revue passieren. “Aus dem zarten Pflänzchen von damals hat sich inzwischen ein moderner Automobilzulieferant von anspruchsvollen, hochkomplexen Teilen, Baugruppen und Werkzeugen entwickelt”, stellte Elliger mit Freude fest.
Heute beschäftigt das Unternehmen in Orlishausen 527 Mitarbeiter, dazu 50 Leiharbeiter. Damit ist Erdrich der größte Arbeitgeber der Stadt und neben MTC Kölleda und Muhr und Bender in Weißensee auch des Landkreises, gehört zu den Vorzeigeunternehmen der Region und genießt den Respekt der gesamten Branche. Seit 1997 bildet die Firma eigenen Nachwuchs aus und wurde als vorbildlicher Ausbildungsbetrieb schon mehrfach geehrt.
Die Entwicklung am Standort Orlishausen erlebte Elliger in drei wesentlichen Phasen, die er selbst aktiv mitgestaltete: 1. Gründungs- und Startphase (1991-1996) / 2. Konsolidierungsphase (1997-2000) 3. Wachstums- und Erweiterungsphase (2001-2011). Erweiterungsbauten wurden 2001 und 2003 realisiert und die Plankapazität von 8 Mio. auf 17 Mio. Bremskolben verdoppelt. Mit der Inbetriebnahme der Montagehalle (5) wurden Voraussetzungen für die Großserienfertigung geschaffen. Die konzentrierte Einbindung des Standortes Orlishausen in den zunehmend global tätigen Firmenverbund erfolgte 2011 mit der Fusion von Sander UT und Erdrich UT.
Inzwischen steht die vierte Erweiterung in Orlishausen an. Bis Ende des Jahres wird eine neue Werkhalle (6) gebaut. Ebenso sind neue Werke in China und den USA im Entstehen. Aus dem Gründungsteam von einst hat sich eine hoch motivierte und leistungsfähige Belegschaft entwickelt, die den enorm gewachsenen Anforderungen hervorragend gerecht wird, lobte Elliger die engagierten Mitarbeiter.
In seinem kurzen Grußwort würdigte Beigeordneter Ralf Hauboldt die beispielhafte Entwicklung des Unternehmens, dankte der Unternehmerfamilie Erdrich für ihren Einsatz zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Sömmerda und der Schaffung attraktiver Dauerarbeitsplätze und lobte deren vielfältiges, soziales Engagement.
cab Produkttechnik GmbH Sömmerda

- Festveranstaltung "20 Jahe cab" // Foto: Landratsamt Sömmerda
Unternehmen “cab” seit 20 Jahren erfolgreich am Standort Sömmerda
Das Unternehmen “cab Produkttechnik GmbH” konnte in diesen Tagen auf sein 20-jähriges Bestehen am Standort Sömmerda, mit heutigem Firmensitz im städtischen Gewerbegebiet Am Unterwege 18, zurückblicken.
Ein guter Grund für die Geschäftsführer Erwin Fascher sowie Alexander und Klaus Bardutzky, das Jubiläum mit der Belegschaft, Geschäftspartnern und Gästen - darunter Minister Christian Carius, der designierte Bürgermeister Ralf Hauboldt und die 2. Kreisbeigeordnete Andrea Fritsche - gebührend zu feiern.
Geschäftsführer Erwin Fascher erinnerte in seiner Festrede an die Unternehmensgründung im Dezember 1991 und ließ wichtige Stationen der erfolgreichen Unternehmensgeschichte der vergangenen 20 Jahre Revue passieren. Als das Büromaschinenwerk nach der Wende kurz vor der Schließung stand, wagte der damalige Leiter des Musterbaus mit sechs Mitarbeitern einen Neuanfang und den Start in die Selbständigkeit. Aus dem Maschinenbestand des ehemaligen BWS-Musterbaus entstanden, investierte das Unternehmen in den Folgejahren in neue Gebäude, Maschinen und Ausrüstungen rund 20 Millionen Euro, davon 3,9 Millionen Euro allein in den Jahren 2008 bis 2011.
Heute beschäftigt die “cab Produkttechnik GmbH” 118 Mitarbeiter, davon sieben Auszubildende. Die Kernkompetenz des Unternehmens besteht darin, dass “cab” technologische Meilensteile in der Entwicklung und Fertigung von Geräten und Systemen zur Produktkennzeichnung und -beschriftung setzt - Haupterzeugnisse sind: Etikettendrucker, Etikettierer, Nutzentrenner und Laserkennzeichnung. Rund 16 Millionen Euro Umsatz standen im Jahr 2011 zu Buche, 1992 war es eine halbe Million. Mit Niederlassungen in Frankreich, USA, Mexico, Taiwan, China und Südafrika ist das Unternehmen an den Standorten Karlsruhe und Sömmerda global aufgestellt und unterhält Geschäftsverbindungen zu 350 Vetriebspartnern in über 80 Ländern.
In seinem kurzen Grußwort würdigte Ralf Hauboldt die beispielhafte Unternehmensentwicklung und wertete “cab” als wichtigen Standortfaktor und wirtschaftliches Rückgrat mit hohem Imagegewinn für die Stadt. Um die verkehrstechnische Anbindung zu optimieren, mahnte er den Lückenschluss der A 71 und die Fertigstellung der Ortsumfahrung Sömmerda an. Zudem wünschte er dem Unternehmen weiterhin eine “erfolgreiche Entwicklung, Innovationsfreundlichkeit, kluge Entscheidungen und eine gedeihliche Zusammenarbeit.”
13. “Unternehmertreff Bürgermeister”
Bürgermeister und Amtsnachfolger trafen sich mit ortsansässigen Unternehmern
Am 21. Mai hatte Bürgermeister Wolfgang Flögel zum letzten “Unternehmertreff Bürgermeister” in seiner zu Ende gehenden Amtszeit eingeladen. Mit seinem Amtsantritt im Jahr 2000 ins Leben gerufen, hat sich dieser Treff zu einer beliebten Veranstaltung in Unternehmerkreisen entwickelt. Für die 13. Veranstaltung hatte Geschäftsführer Matthias Huke mit seinem Unternehmen Modell Technik GmbH & Co. Formenbau KG erneut die Gastgeberrolle übernommen. Dafür gab es gleich zu Veranstaltungsbeginn den Dank des Bürgermeisters. Dieser konnte rund 30 Vertreter aus Unternehmen und Institutionen begrüßen, darunter die drei großen Landwirtschaftsunternehmen.
Bürgermeister Wolfgang Flögel nutzte den Rahmen, um Bilanz der Entwicklung des Industrie- und Wirtschaftsstandortes Sömmerda sowie der Wirtschaftsförderung in den vergangenen 12 Jahren zu ziehen. Sein Amtsnachfolger Ralf Hauboldt gab einen kurzen Ausblick der Wirtschaftsförderung und versicherte, die guten Kontakte zu den ortsansässigen Unternehmen und Institutionen weiterhin fortführen und pflegen zu wollen.
Bürgermeister Wolfgang Flögel verwies bei seinem positiven Fazit auf die erfolgreiche Entwicklung, die der Industrie- und Wirtschaftsstandort genommen hat. Dabei unterstrich er die beispielhafte Unternehmensentwicklung und nannte stellvertretend Firmen wie Fujitsu, Erdrich, Modell Technik, RMA-TSK, Trimet, WKF und cab. Zudem würdigte er die Neuansiedlungen von Bamatec und Audio-Akustik im städtischen Gewerbegebiet. Vom guten Wirtschaften dieser und vieler anderer Unternehmen profitiere schließlich die Stadt. Deshalb stehe die Stärkung und Entwicklung des Industrie- und Wirtschaftsstandortes immer an erster Stelle. Als weiteren Schwerpunkt nannte der scheidende Stadtchef die Gewerbesteuer, als wichtigste Einnahmequelle der Kommune und zur Finanzierung freiwilliger Aufgaben sowie zur Unterstützung und Förderung in den Bereichen Soziales, Kultur und Sport unerlässlich. Dafür dankte er den Unternehmen. Priorität habe weiterhin die Entwicklung infrastruktureller Rahmenbedingungen, so der Lückenschluss der Autobahn A71 und die Fertigstellung des 2. Bauabschnitts der Ortsumfahrung B 176.
Eine Besonderheit im weiteren Programmablauf des Unternehmertreffs waren Fachvorträge des städtischen Museumsleiters Dr. Ulf Molzahn und des Bildhauers Prof. Wolfgang Dreysse. Mit deren Hilfe warb Flögel für die ideelle und besonders finanzielle Unterstützung der Fortsetzung des Gesamtprojektes “Bespielbare Stadtmöblierung”. Wolfgang Dreysse (Foto o.) stellte den Fortuna-Brunnen, als 2. Abschnitt des Gesamtprojektes vor und gab weiterführende Erläuterungen zum Vorhaben, das auf dem Obermarkt entstehen soll und als Ruhe- und Kommunikationspunkt einladen sowie zur Belebung des großen Platzes beitragen soll. Weil die Finanzierung des Fortuna-Brunnens im Stadtrat keine Mehrheit fand, soll diese nunmehr über Förder- und Spendenmittel (rund 57.000 Euro) realisiert werden, ohne den Stadthaushalt zu belasten.
Im Anschluss an die beiden Fachvorträge zeigte Geschäftsführer Matthias Huke anhand einer Power-Point-Präsentation wichtige Eckpunkte der folgreichen Unternehmens-geschichte auf.
Bei einem Rundgang durch die Betriebsstätte konnten sich die Teilnehmer des “Unternehmertreffs” von der modernen Technik und dem Leistungsspektrum des Unternehmens überzeugen.
Vertriebsmitarbeiter Christian Hartwig (r.) erläuterte Arbeitsabläufe, erklärte die Arbeitsweise der Maschinen und stand den interessierten Gästen Rede und Antwort. Anschließend hatte Geschäftsführer Matthias Huke zu Speisen und Getränken eingeladen. Bürgermeister Wolfgang Flögel dankte für den interessanten Rundgang und die Gastfreundschaft.
LEG-Gewerbestandort umbenannt
Neuer Name, neue Chance
Zur feierlichen Umbenennung des LEG-Gewerbestandortes "Erfurter Straße" hatte unlängst die LEG Thüringen als Eigentümer des Areals in die Sömmerdaer Unternehmens-Villa eingeladen. Reinhold Aschenbrenner, Betriebsleiter der Fujitsu Technology Solutions GmbH (FTS), konnte dazu Vertreter der Lokalpolitik, der LEG Thüringen und der Unternehmens-Geschäftsleitung begrüßen. Er erinnerte an die Grundsteinlegung vor 20 Jahren und ließ die erfolgreiche Unternehmensentwicklung kurz Revue passieren. Nachdem “viele kleine Pflänzchen angesät und die Bäume Früchte tragen, sei es nun an der Zeit, dem Feld einen neuen Namen zu geben”. Im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung erfolgte 2009 die Umstrukturierung vom Produktions- zum Service-Standort. Derzeit sind auf dem Campus 10 Firmen angesiedelt, die fast 600 Arbeitnehmer beschäftigen. Weitere 180 Arbeitsplätze sollen bis 2013 entstehen.
Die Enthüllung des neuen Firmenschildes vollzogen: FTS-Betriebsleiter Reinhold Aschenbrenner, Landrat Rüdiger Dohndorf, LEG-Geschäftsführer Andreas Krey, Heribert Göggerle, Executive Vice President Supply Operations (FTS) und Bürgermeister Wolfgang Flögel (v. r.).
Die Umbenennung des Gewerbestandortes in “SLC Service & Logistic Campus Alte Ziegelei” bezeichnete LEG-Geschäftsführer Andreas Krey als Abschluss eines guten Kapitels und zugleich auch eine neue Chance. Dank eines gemeinsam ent-wickelten, intelligenten Konzeptes konnte der Standort Sömmerda gesichert und die Weichen für eine mögliche Erweiterung des Areals gestellt werden. Ein “gelungenes Werk” nannte auch Heribert Göggerle, Executive Vice Präsident (FTS), die Umbenennung des Gewerbestandortes. Nun müsse man nach vorne schauen, auf eine weitere gute Zukunft des Standortes.
Der scheidende Bürgermeister Wolfgang Flögel dankte dem Fujitsu-Management, namentlich den Herren Göggerle, Nikolai, Müller und Aschenbrenner, für die beispielhaft gute Zusammenarbeit sowie der LEG Thüringen, die als neuer Eigentümer we-sentlich zur Weiterentwicklung und Stärkung des Standortes beigetragen hat. Er erinnerte an die Spitzenleistungen des Unternehmens mit einer Jahresproduktion von knapp 2 Mio. Einheiten und einem Jahresumsatz von 2 Mrd. Euro. Gleichfalls unterstrich Flögel die Bedeutung des ehemaligen Martini-Dachziegelwerkes und erklärte, dass der neue Standortname den historischen Bezug und die Neuorientierung gleichermaßen beinhalte.
Abschließend dankte Betriebsleiter Reinhold Aschenbrenner der LEG Thüringen und allen regionalen Akteuren, die zum Erhalt des Standorts beigetragen haben. Mit einem Glas Sekt wurde auf den neuen Namen angestoßen: “Damit der Standort noch lange existiert und vielen Menschen Arbeit und Brot bringt”, freuten sich der Fujitsu-Betriebsleiter und seine Gäste.
Betriebsbesuch bei der Scheller GmbH im Gewerbegebiet Tunzenhausen
Vom Montagebetrieb zum Komplettanbieter für Geländer, Lärmschutzkonstruktionen und Brückenausstattungen
Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Wirtschaftsgespräche besuchte der Erste Beigeordnete Ralf Hauboldt am 17. April 2012 die Scheller GmbH. Die Firma hat seit 2010 ihren Sitz im Gewerbegebiet “An der Brückwiese” im Sömmerdaer Ortsteil Tunzenhausen.
Im Jahr 1992 wurde das Unternehmen von Hans-Georg Scheller in Kölleda als reiner Montagebetrieb gegründet. Gestartet mit zwei Mitarbeitern, entwickelte sich das Geschäft stetig. 1997 erfolgte eine Umfirmierung zur GmbH.
Bis Ende 2005 war das Kerngeschäft mit bis zu 90 % des Jahresumsatzes die reine Montage von Brückenausstattungen und Geländern. Mit Beginn des Geschäftsjahres 2006 hatte Herr Scheller gemeinsam mit dem neuen Geschäftspartner Holger Herbothe begonnen, sukzessive eine eigene Produktion für Stahlgeländer und Brückenausstattungen aufzubauen.
Die bisherige Montagehalle in Kölleda wurde schnell zu klein - mit dem Objekt des ehemaligen Fensterwerkes im Sömmerdaer Ortsteil Tunzenhausen fand man eine standort- sowie größenmäßig vernünftige und finanziell überschaubare Option.
Heute hat das Unternehmen, welches bundesweit operiert, zwei ausgewogene Kernkompetenzen. Einerseits agiert es als Dienstleister für Montagearbeiten mit derzeit noch ca. 10 % des Jahresumsatzes und mit 90 % als Komplettanbieter für Geländer, Lärmschutzkonstruktionen und Brückenausstattungen.
Foto 1: Beigeordneter Ralf Hauboldt (m.) und Geschäftsführer Hans-Georg Scheller (r.) im Gespräch mit Mitarbeiter Jens Wagner zum Betriebsrundgang. Herr Wagner bereitet hier gerade die Handläufe für ein Geländer vor.
Was sich wie eine reine Erfolgsstory liest, ist der oftmals steinige Weg eines vorwiegend als Nachunternehmer der Bauindustrie tätigen Unternehmens. Fast immer sind die Montageteams der Scheller GmbH das letzte Gewerk bei der Fertigstellung von Brücken- und Ingenieurbauwerken, wodurch immer Termindruck herrscht, da oft Verzögerungen im Bauablauf aufgeholt werden müssen. Auch die Bezahlung durch die vorgeschalteten Auftragnehmer ist mit Risiken behaftet.
Doch allen Unwägbarkeiten zum Trotz begeht das Team der Scheller GmbH in diesen Tagen das 20-jährige Firmenjubiläum. Das Unternehmen wird von Auftraggebern als zuverlässiger Geschäftspartner und von Wettbewerbern wegen der fachlichen Kompetenz geachtet.
Die Referenzliste ist lang und beinhaltet überregionale Projekte wie z. B. an der Stuttgarter S-Bahn oder an der neuen Startbahn am Frankfurter Flughafen. Für den Bereich Thüringen sind die Ausstattung von zwei Brücken an der Bundesautobahn 71 bei Oberröblingen oder die ICE-Strecke zwischen Finnetunnel und der Ortseinfädelung Erfurt/Vieselbach (22 Brücken) zu nennen. Regionale Vorhaben im Raum Sömmerda waren unter anderem die Brücken der Ortsumfahrung Sömmerda oder das Bauwerk im Bereich der Anschlussstelle Sömmerda-Ost der A 71.
Foto 2: Dieses verzinkte Stahlgeländer wird seinen Platz an der S-Bahn in Stuttgart finden, erklärte Geschäftsführer Holger Herbothe (r.). Zum Auftrag gehören insgesamt 1000 m Stahlgeländer und 450 m Edelstahlhandläufe für zwei Bahnhöfe. Die Geländer werden in Tunzenhausen produziert, vormontiert und grundiert, vom Montageteam nach Stuttgart transportiert und angebracht sowie mit einem letzten Deckanstrich direkt vor Ort versehen.
Einen Grund für den Erfolg der Firma sehen die beiden Geschäftsführer übereinstimmend auch in ihren Mitarbeitern. Diese seien zuverlässig, erfahren, sehr gut ausgebildet und hoch motiviert. Wichtig ist dabei die ständige Weiterbildung. Das Unternehmen besitzt die Herstellerqualifikation zum Schweißen von Stahlbauten nach DIN 18800-7.
Der Mitarbeiterstamm besteht aus derzeit rund 30 Personen. Die Chefs setzen derweil auf einen guten Mix aus "Alt" und "Jung". "Bei uns können auch ältere Mitarbeiter tätig sein, vorausgesetzt sie bringen eine entsprechende Eignung und Qualifikation, Leistungswillen und Flexibilität mit", merkte Holger Herbothe im Gespräch an.
Das Unternehmen bildet auch in der Berufsgruppe Konstruktionsmechaniker aus. Leider ist es trotz mehrfacher Anstrengungen nicht gelungen, für das kommende Ausbildungsjahr einen geeigneten Bewerber zu finden.
Vom Ersten Beigeordneten nach dem Blick in die Zukunft gefragt, sind die beiden Geschäftsführer optimistisch. In diesen Tagen soll das Investitionsvorhaben einer Lagerhalle vorangebracht werden; die Bodenplatte ist bereits gegossen.
Ralf Hauboldt informierte seinerseits über Vorhaben der Infrastrukturentwicklung und Instandsetzungsmaßnahmen am Standort Tunzenhausen und wünschte den Unternehmern und ihrem Team für die Zukunft weiterhin viel Erfolg.
UKA+HAUKE: 20. Gründungsjubiläum gefeiert
"Wir wollten hoch hinaus! Was bietet sich da besser an, als Arbeitsbühnen?"
Die Geschichte von "UKA+HAUKE", dem Sömmerdaer Vermiet- und Serviceunternehmen für Arbeitsbühnen aller Art mit weiteren Niederlassungen in Thüringen und Sachsen, kann in ähnlicher Art wohl ungezählte Male für die Gründungspioniere der frühen 90er niedergeschrieben werden.
Am 1. April 1992 gründeten Helen Hauke und Ralf Uka, die inzwischen verheiratet sind, ihr gleichnamiges Unternehmen in Sömmerda und bezogen ein winziges Büro mit Kohleheizung im Dachgeschoss der Bahnhofstraße 1 - "hoch hinaus..." war damit von Anfang an arbeitstägliche Realität. Die ersten drei Maschinen fanden damals Unterstand auf dem ehemaligen BWS-Gelände. Da sich der April-Einstieg bewährte, griffen die beiden drei Jahre später, am 1. April 1995, diese Datumstradition wieder auf und eröffneten ihren neuen, modernen Firmensitz mit Servicestation in städtischen Gewerbegebiet, Am Unterwege 13.
Das kleine Unternehmen blieb mit Biss am Ball und konnte so weitere Filialen gründen. 1998 in Gotha und Jena, zwei Jahre darauf in Chemnitz und 2005 in Dresden. Zu den klassischen Anhänger-Arbeitsbühnen haben sich heute LKW-Arbeitsbühnen bis 35 m Arbeitshöhe, Scheren-Arbeitsbühnen und Teleskop-Arbeitsbühnen durchweg bekannter Leistungsmarken hinzu gesellt. Die neuesten Kinder der UKA+HAUKE-Produktfamilie sind seit diesem Jahr die imposanten, großen und kleinen Teleskopstapler der Marke MANITOU.
Heute verfügt das Sömmerdaer Unternehmen über mehr als 300 Maschinen und beschäftigt 20 Mitarbeiter in den thüringischen und sächsischen Niederlassungen.
Mit einem Festabend wurde das 20-jährige Firmenjubiläum am 31. März, im Werk ohne Namen, mit 200 Gästen gebührend gefeiert. Im Rahmen einer temporeichen Performance kam auch eine Scherenarbeitsbühne zum Einsatz. Zu den Gästen und Rednern des Festabends zählten u. a. der Thüringer Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr - Christian Carius, der 1. Kreisbeigeordnete des Landrates Harald Henning, der 1. Beigeordnete der Stadt Sömmerda, Ralf Hauboldt, sowie Klaus-Dieter Trunzer, Leiter des Regionalen Service-Center Sömmerda der IHK-Erfurt und weitere Wegbegleiter und Freunde des Unternehmer-(Ehe)Paars.
Ihre Wurzeln haben "UKA+HAUKE" bei all der rasanten Entwicklung nicht vergessen: "Sömmerda als Investitionsstandort - hier in Thüringen - war und ist für uns ein Volltreffer, den wir nur weiterempfehlen können!"

















