Einführung einer gesplitteten Abwassergebühr ab 2010

In der Stadt Sömmerda wurde bisher für die Einleitung von Schmutzwasser und Niederschlagswasser eine gemeinsame Abwassergebühr erhoben.

Die Abwassereinleitungsgebühr wurde grundsätzlich nur nach der Menge des bezogenen Frischwassers (Frischwassermaßstab) berechnet.

Als Abwasser gilt aber sowohl verbrauchtes Frischwasser (Schmutzwasser) als auch Niederschlagswasser, das über bebaute und befestigte Flächen in die öffentliche Kanalisation gelangt.

Die Stadt Sömmerda musste daher eine Aufteilung der Abwassergebühr in eine Schmutzwassergebühr und Niederschlagswassergebühr vornehmen. Ziel dieser Änderung ist es, eine verursachergerechte Veranlagung nach der jeweiligen Menge des anfallenden und in die Kanalisation abgeleiteten Schmutzwassers und Niederschlagswassers durchzuführen.

Ab 01.01.2010 werden Schmutzwasser und Niederschlagswasser wie folgt getrennt berechnet:

1. nach dem Schmutzwasseranteil        (je Kubikmeter Frischwasser aus öffentlichen und privaten Versorgungsanlagen sowie sonstigen Einleitungen)

2. nach dem Niederschlagswasseranteil    (nach Größe und Art der bebauten und befestigten Flächen)


Diese Gebührenaufteilung führt insgesamt nicht zu einem höheren Gebührenaufkommen. Denn die Kosten für die Behandlung des in die Kanalisation eingeleiteten Niederschlagswassers sind auch in der jetzigen Abwassergebühr bereits enthalten. Vielmehr wird durch die getrennte Erhebung von Schmutz- und Niederschlagswassergebühr eine der tatsächlichen Benutzung der öffentlichen Abwasserbeseitigungseinrichtung weitaus gerechter werdende Verteilung der Kosten erreicht. Gleichwohl kann es bedingt durch die neue Gebührenstruktur zu Mehr- oder Minderbelastungen im Einzelfall gegenüber der bisherigen Abrechungsweise kommen.

Da die der Kanalisation zugeführte Niederschlagswassermengen ohne enormen technischen Aufwand nicht direkt messbar sind wurde auch hier, ähnlich wie bei der Schmutzwassergebühr (Frischwassermaßstab), ein Maßstab gewählt, der den wahrscheinliche Menge der Einleitung von Niederschlagswasser in die Entwässerungsanlage wiederspiegelt. Zulässig und anerkannt ist, dass die Menge des eingeleiteten Niederschalgswassers von der Größe der angeschlossenen bebauten und befestigten Flächen des Grundstückes abhängt. Daher sollen diese Flächen zukünftig Grundlage für die Berechnung der Niederschlagswassergebühr sein, soweit das Niederschlagswasser in die Kanalisation abgeleitet wird.

Für die konkrete Ermittlung der gebührenrelevanten Fläche folgt demnächst an dieser Stelle noch eine ausführliche Erläuterung

Hier stehen Ihnen die versendeten Unterlagen zum Download bereit: