Sömmerda und der Waid

Begünstigt durch die klimatischen Verhältnisse und die gute Lage an Handelswegen erlebte der Waidanbau im Thüringer Becken vom 13. bis 16. Jahrhundert seine Blütezeit. Er prägte die Region nicht nur landschaftlich, sondern auch wirtschaftlich. Die gute Qualität des Thüringer Waids war bei Färbern besonders beliebt.

Noch heute gibt es in Sömmerda Zeugnisse des Waidanbaus. Beispiele sind der Waidstein an der Stadtmauer sowie die Ausstellung „Waidanbau in der Region Sömmerda“ in einem der Stadtmauertürme. Im Ortsteil Rohrborn erinnert der Verein Rohrborner Dorfgemeinschaft e. V. an die Geschichte des Waidanbaus in der Region. Jährlich am letzten Wochenende im August wird das Waidmühlenfest gefeiert, zu dem sich auch der originale 1,8 Tonnen schwere Waidstein dreht.

Den Waidanbau in der Region als Teil der Geschichte Sömmerdas weithin nach außen zu tragen, war Ansinnen der Stadt, als am 23. Mai 2014 im Rathaus die erste Sömmerdaer Waidprinzessin gekürt wurde. Die Amtszeit der Waidprinzessin beträgt zwei Jahre. Sie repräsentiert die Stadt und ihre Ortsteile bei verschiedenen Anlässen bis hin zur Internationalen Grünen Woche in Berlin. Angelehnt an den blauen Farbstoff, der aus Waid gewonnen wird, ist das Kleid der Sömmerdaer Waidprinzessin in Blau gehalten.

Begonnen mit dem Jahr 2016 erfolgt die Krönung der Waidprinzessin zum Sömmerdaer Stadtfest, das jährlich im Juni gefeiert wird.

Sömmerdaer Waidprinzessinnen

Foto von der Waidprinzessin Eileen I

Eileen I.
2016 - 2019

Foto von der Waidprinzessin Daniela I

Daniela I.
2014 - 2016