1981

Neue Produktpalette - Elektr. Brotschneidemaschine

Nach dem Machtwechsel von Walter Ulbricht zu Erich Honecker im Mai 1971 maß die DDR-Führung den Lebensbedingungen der Bevölkerung eine größere Bedeutung als bisher zu. Der wichtigste Ort dafür war der Betrieb.
Im Werk wurde ein Schwerpunkt auf die Weiterentwicklung der elektronischen Rechentechnik gelegt. Die Leistungsfähigkeit der Bauelemente wurde soweit gesteigert, daß man 1975 den Sprung zur Mikroelektronik, das heißt zur Konstruktion und Herstellung integrierter elektronischer Schaltungen wagen konnte.
Die Anzahl der Beschäftigten erreichte 1976 mit 14.411 den Nachkriegshöchststand. Das Anwachsen der Belegschaft sorgte dafür, daß die Einwohnerzahl Sömmerdas Mitte der 70er Jahre die 20.000er Grenze überschritt. Das Einzugsgebiet des Werkes umfaßte Ende der 80er Jahre 176 Ortschaften in 9 Kreisen und 2 Bezirken. Bis 1970 verfügte das Werk über 408 Kinderbetreuungsplätze, in den 70er Jahren wurde die Anzahl noch verdoppelt. Das Werk war auf den Zuzug von Arbeitskräften aus anderen Regionen angewiesen. Für ihre Ansiedlung war der Bau von Werkswohnungen und die Förderung des Eigenheimbaus immer ein wichtiges Instrument gewesen. Kultur und Sport wurden im Betrieb großgeschrieben.