1859

Rathaus und Hotel "Zum Schwan"

1859 kommt es zum Bau der ersten Wasserleitung vom "Ransch’ten Born" zum Marktplatz (öffentlicher Brunnen).Die erste kleine katholische St.-Franziskus-Kirche wird 1860 gebaut.
Die Sömmerdaer Zeitung wird 1864 gegründet, zuerst unter dem Titel Wochenblatt-Lokalblatt für Tennstädt, Sömmerda und Umgebung.
Zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr kommt es 1869. Sie entsteht aus der "Turner-Wehr", die ebenfalls auf freiwilliger Basis aus dem Turnverein hervorgegangen ist. Damit konnten die Mißstände im Feuerlöschwesen, eine wenig effektiv arbeitende Pflichtfeuerwehr, beseitigt werden. In der Neuen Straße, ab 1924 Adolf-Barth-Straße, wird zwischen altem Brauhaus (Blauer Affe) und Dreyse-Mühle ein Spritzenhaus gebaut.
1874 erhält Sömmerda Anschluß an das Eisenbahnnetz mit der Eröffnung der Saale-Unstrut-Bahn (Straußfurt-Großheringen). Der Bahnhof liegt weit außerhalb der Stadt, vor dem Wenigensömmerschen Tor. 1880 folgt die Strecke Erfurt-Sangerhausen, die über die Saale-Unstrut-Bahn hinweggeführt wird. Am Kreuzungspunkt beider Strecken wird ein im deutschen Eisenbahnnetz recht seltener "Turmbahnhof" errichtet. Beide Strecken werden durch eine Verbindungskurve miteinander verbunden und der Güterbahnhof am unteren Bahnhof gebaut. 1877 entsteht der Bau der Kronbiegel’schen Gasanstalt (heute steht dort das Hochhaus Uhlandstraße). 1889 entsteht die Brauerei Carl Böttner vor dem Erfurter Tor, an der Kölledaer Straße. Sie wird später um eine Kartoffelflockenfabrik erweitert.
Im Jahr 1894 kommt es zur Einweihung des Salzmann-Denkmals und zur Anbringung einer Gedenktafel am Geburtshaus Salzmanns. Reichskanzler Bismarck wird 1895 Ehrenbürger von Sömmerda (im Rahmen einer Ehrung durch den Thüringer Städteverband). 1897/98 wird der Bau der Wasserleitung von den Fabrikbesitzern Kronbiegel-Collenbusch ausgeführt.