1840

Dreyses Familienhaus (Weißenseer Straße 15)

Nach langjähriger Erprobung und Weiterentwicklung des Zündnadelgewehres kommt es 1840 zu großen Staatsaufträgen. Das führt zum Bau der Gewehrfabrik von Nikolaus Dreyse vor dem Weißenseer Tor am Nordrand der Stadt, die im Jahre 1841 den Betrieb aufnimmt und in ihrer Blütezeit bis zu 1500 Beschäftigte hat. 1841 erwirbt Dreyse die Walk- und Ölmühle und baut sie zu einem Rohrhammerwerk um. Hier werden die Gewehrläufe produziert. Aus dem Rohrhammer wird später ein kleines Wasserkraftwerk. 1840 werden das neue Schützenhaus (Volkshaus) und die Schulhäuser in der Langestraße 3 - 5 errichtet. Die städtische Sparkasse wird 1849 gegründet, 1854 die Zeitung "Sömmerda’sches Anzeige-Blatt".
1855 kommt es zur Verleihung einer Fahne und des Hausordens als Fahnenband durch König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen an die Schützenkompanie für ihre Haltung in der Revolution 1848/49.
Sömmerda hat 4.700 Einwohner und 631 Wohnhäuser.
Der städtische Friedhof an der Kölledaer Straße wird 1856 errichtet.
Das in der Adolf-Barth-Straße gelegene Mühlenwerk wird ebenfalls von Dreyse erworben.
1858 folgt die Gründung einer kleinen Handstrichziegelei durch den Landwirt Martini und den damaligen Sömmerdaer Bürgermeister Diethold. Hermann Martini, der den Betrieb 1887 von seinem Vater übernimmt, macht daraus in den folgenden Jahrzehnten eine der modernsten und bedeutendsten Großziegeleien Deutschlands.