1802

Französische Truppen

Im Ergebnis des Friedens von Luneville wird Sömmerda 1802 von Preußen in Besitz genommen. Nach der Niederlage Preußens in den Schlachten bei Jena und Auerstedt kommt Sömmerda zu einem Gebiet, das unter direkter Verwaltung des französischen Kaisers Napoleon steht. 1806 kommt es durch die Franzosen zu einer Plünderung in Sömmerda. Im Ergebnis der Vertreibung Napoleons während der Befreiungskriege 1813/14 kehrt die Stadt wieder zu Preußen zurück. 1816 kommt es zu Mißernte, Überschwemmungen, Unwetter und demzufolge zu Hungersnot. Im darauffolgenden Jahr kommt es zu einer guten Ernte. Es findet ein "Ernteumzug" statt, welcher durch die Schuljugend mit ersten Erntewagen eingebracht wird. Diese Tradition wird bis in die 50er Jahre hinein beibehalten und 1994 wieder aufgenommen.
1819 hält die Gemeinde Ranstedt ihr letztes Hegemal ab. 1834 wird ein Kriegerdenkmal für die Befreiungskriege 1813/14 errichtet (in der Aue/BWS-Gelände, vor wenigen Jahren abgerissen).
Die Ackerbürgerstadt Sömmerda erfährt ihre Industrialisierung in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Sie beginnt damit, daß der Schlossermeister Nikolaus Dreyse, geboren am 20.11.1787 in Sömmerda, 1867 durch den preußischen König geadelt, mit dem Knopffabrikanten Kronbiegel 1817 eine Metallwarenfabrik gründet, aus der die spätere Firma Dreyse & Collenbusch hervorgeht.