1418

Sömmerdaer Stadtsiegel

Im Jahre 1418 verkaufen die Schwarzburger Sömmerda zusammen mit Schallenburg an den Rat von Erfurt. Unter dessen Herrschaft wird Sömmerda erstmalig 1420 als opidum, d.h. Stadt oder Flecken, bezeichnet. Die städtischen Verhältnisse festigen sich in der Folgezeit. Der Städtische Rat von Sömmerda wurde erstmalig 1433 belegt. 1464 wurde der Kirchturm der
St.-Bonifatius-Kirche errichtet. 1511 werden die Sömmerdaer Statuten erstmals urkundlich erwähnt. Ein besonderer Aufschwung in der Entwicklung ist im 16. Jahrhundert belegbar. Innerstädtische Auseinandersetzungen finden in Sömmerda in den Jahren 1513/23 statt. 1527 kommt die Täuferbewegung in Sömmerda und Rohrborn zum Wirken. Das Rathaus wird in der Zeit von 1529 - 1539 um- bzw. neugebaut. Im Jahr 1533 besitzt Sömmerda vier Stadttore (Weißenseer-, Wenigensömmersches-, Erfurter- und Riedtor). Die erste Nennung der Schützengesellschaft (Armbrustschützen) findet ebenfalls 1533 statt. Im Jahr 1546 bekommt Sömmerda die Erteilung des ersten Jahrmarktprivilegs (Michaelismarkt). Die Sömmerdaer Schuster erhalten 1550 ihr Zunftrecht. Ein neues Rathaus wird 1554 errichtet. Der Erweiterungsbau der St.-Bonifatius-Kirche wird 1567 fertiggestellt. Die Sömmerdaer Schneider erhalten 1577 ihr Zunftrecht. 1584 wird das Schützenhaus erstmals benannt. In den Jahren 1589 - 1597 wird die Stadtbefestigung erweitert und es kommt zu einem Neubau von sechs Türmen und einem fünften Tor (Neutor). Im Jahr 1591 bekommt Sömmerda die Erteilung des zweiten Jahrmarktprivilegs. 1601-03 wird ein Amtshaus erbaut. Die Sömmerdaer Fleischer erhalten 1617 ihr Zunftrecht.