Interaktiv spielen und in Bewegung sein
23.05.18 13:27

Mit Projekt der Allianz „Thüringer Becken“ soll neue Spielgerätegeneration in den Mitgliedskommunen Einzug halten

Jeroen Reinderink und Julia Ansorg zeigen beim Termin im Stadtpark das neue Spielgerät für Sömmerda im Prospekt.

Spielplatz 2.0 ist das Projekt überschrieben, das sich der Zweckverband Allianz „Thüringer Becken“ auf seine Fahnen geschrieben und zur Förderung beim Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft eingereicht hat.

 

Interaktive Spielgeräte, die spielerisches Lernen und Bewegung im Freien miteinander verbinden, werden das Angebot in den vier Mitgliedskommunen Sömmerda, Buttstädt, Straußfurt und Kindelbrück erweitern. Und dabei sollen es möglichst unterschiedliche Geräte sein, damit auch die Neugier geweckt wird, eine der anderen Kommunen zu besuchen und dort das Spielgerät auszuprobieren.

 

Und: Das neue Spielgerät wird am Beispiel Sömmerdas sicher noch mehr Ausflügler in den Stadtpark locken. Und nehmen diese den Hin- oder Rückweg durch die Innenstadt, freuen sich auch die dort ansässigen Händler und Gastronomen über die ein oder andere Einkehr. War doch das Aufstellen neuer Spielgeräte auch eine Anregung aus der Netzwerkinitiative „Innenstädte erfolgreich machen“.

Für Sömmerda ist eine Art Memo-Spiel ausgewählt. Auf einer Fläche von etwa 50 Quadratmetern animieren verschiedene Säulen, die durch Berührung aktiviert werden, die Kinder zum Spielen und gleichzeitig zur Bewegung. Soziale Kompetenzen wie etwa Kooperation werden geschult, aber auch Lerneffekte erreicht. Geht es doch etwa auch ums Rechnen oder das allseits beliebte Memory-Spiel. Variationen sind möglich. So ist beispielsweise auch vorstellbar, ein Wissenspiel zu Sömmerda einzubinden.

 

Kürzlich trafen sich Beteiligte – Bürgermeister Ralf Hauboldt, Julia Ansorg, Projektmanagerin beim  Zweckverband, Lena Kob vom Stadtmarketing sowie Vertreter des Bau- und Umweltamtes - im Sömmerdaer Stadtpark, um die notwendigen baulichen Vorbereitungen für das neue Spielgerät abzusprechen. Standort soll der Platz zwischen der Skulptur von Rotkäppchen und dem Wolf sowie der Drehscheibe sein. Unter anderem Erdarbeiten und ein Stromanschluss sind für das „Yalp Memo“ notwendig. Yalp ist auch der Name der Firma, die das Spielgerät für Sömmerda und die drei weiteren Geräte in den anderen Mitgliedskommunen anbietet.

 

30 Geräte der neuen Generation der Firma Yalp stehen bereits deutschlandweit. In Thüringen sollen nun erstmals weitere mit den Allianz-Kommunen hinzukommen. „Eine große Anleitung braucht es für die Geräte nicht. Wie sie funktionieren, ergibt sich für die Kinder beim Spielen“, so Jeroen Reinderink, Account Manager Deutschland bei Yalp. Der Standort sei ideal, so Bürgermeister Ralf Hauboldt. Eine Schule, Kitas und das Freibad seien gleich in der Nähe, der Unstrut-Radweg ebenso. Er sei sich sicher, dass das neue Spielgerät gut angenommen werde.

 

Rund 80.000 Euro kostet das Gesamtprojekt Spielgerät einschließlich aller notwendigen Vorbereitungs-, Installationsarbeiten, Beschilderung usw. Der städtische Eigenanteil liegt bei 8.000 Euro. In Sömmerda und den anderen Allianz-Mitgliedskommunen wartet man nun auf den Förderbescheid, um loslegen zu können.