200 Jahre Sömmerdaer Ernteumzug
30.06.17 07:39

Akteure für Umzug am 09. September können sich bei der Stadtverwaltung anmelden

Historische Darstellung des Ernteumzuges in einem Buntglasfenster im Sömmerdaer Rathaus.

Der diesjährige Umzug, der am 09. September stattfindet, steht ganz im Zeichen des Jubiläums „200 Jahre  Sömmerdaer Ernteumzug“. Vereine, Verbände, Institutionen und landwirtschaftliche Betriebe der Region sind aufgerufen, gemeinsam mit der Stadt dieses Ereignis zu feiern und einen farbenprächtigen Umzug mitzugestalten, der vom Böblinger Platz zum Bauernmarkt führt.Aus logistischen Gründen wird um eine schriftliche Anmeldung unter

Stadt Sömmerda, Abteilung Kultur, Marktplatz 3-4, 99610 Sömmerda
oder
c.kubitz(at)stadt.soemmerda.de

gebeten.

Die Angaben bei der Anmeldung sollten den Namen, Adresse, Telefonnummer, Art der Teilnahme (z. B. Fußgruppen, Fahrzeug, Pferdegespann, landwirtschaftliche Geräte usw.) enthalten.

Die Geschichte des Ernteumzuges in Sömmerda reicht bis in das Jahr 1817 zurück. Damals, so ist es in „Sömmerdas Vergangenheit und Gegenwart“ von Otto Hesse zu lesen, ist nach der Hungersnot, die der Krieg und die wetterbedingte Missernte von 1816 über die Stadt brachten, der damalige Pastor Martini samt Lehrern und Oberklassen der Knaben und Mädchen St. Bonifacii – die Knaben mit Sträußchen, die Mädchen mit Kränzen geschmückt – dem sich dem Wenigensömmerschen Tor nähernden ersten Erntefuder entgegen gezogen und führte es unter Gesang des Liedes „Gottlob der frohen Erntezeit“ der St. Bonifatius-Kirche zu. Hier hielt er seine Dankespredigt.

Dieser Ernteumzug hinterließ bei den Bürgern der Stadt einen so großen Eindruck, dass er fortan bis in die 50er-Jahre des 20. Jahrhunderts durchgeführt wurde.

Aus Anlass der 1125-Jahrfeier der Stadt im Jahr 2001 wurde diese Tradition wieder belebt. Unter dem Motto „ Alte Tradition neu erlebt“ gestalteten Schüler und Lehrer der Sömmerdaer Grundschulen und die Vereine der Region einen farbenprächtigen Umzug durch die Innenstadt, der bei den Bürgern und Besuchern großen Anklang fand, sodass er seither wieder jährlich stattfindet.