Diskussion zu Kreisgebietsreform
04.04.17 15:27

Sömmerdas Bürgermeister und Nordhausens Landrat setzen gemeinsam auf Alternativ-Vorschlag

Matthias Jendricke (l.) und Bürgermeister Ralf Hauboldt unterzeichnen im Sömmerdaer Rathaus das Schreiben an Thüringens Ministerpräsident.

In Erfurt läuft gerade die heiße Phase zur geplanten Kreisgebietsreform. Jetzt wird der Gesetzentwurf final abgestimmt, der nach Ostern veröffentlicht werden soll. Angesichts dieser Endabstimmung der Kreiszuschnitte setzen sich Ralf Hauboldt und Matthias Jendricke bei der Landesregierung dafür ein, dass der derzeitige Kartenentwurf zur Kreisgebietsreform noch einmal geändert wird. Darauf haben sich der Bürgermeister der Stadt Sömmerda und der Nordhäuser Landrat heute bei einem Gespräch in Sömmerda verständigt.

Hauboldt und Jendricke sprechen sich in einem Schreiben an den Thüringer
Ministerpräsidenten Bodo Ramelow für den alternativen Vorschlag der IHK, der
Wirtschaftsverbände und der Agentur für Arbeit zur Gebietsreform aus. Dieser
Kartenvorschlag sieht vor, dass sich der Landkreis Nordhausen und der Kyffhäuserkreis zusammenschließen und sich die Region Sömmerda in Richtung Weimar orientiert. "Dies bildet die Alltagsbeziehungen unserer Bevölkerung deutlich besser ab als der aktuelle Kartenentwurf der Landesregierung", so Hauboldt und Jendricke.

"Der jetzt von der Landesregierung angedachte Zusammenschluss der Landkreise Sömmerda, Kyffhäuserkreis und Nordhausen entspricht aus unserer Sicht nicht dem Lebensgefühl der Menschen in dieser Region und wird daher auch von uns abgelehnt. Die Bevölkerung würde sich mit einem solchen Kreisgebilde nicht identifizieren können. Deshalb sprechen wir uns eindeutig für den Vorschlag der Wirtschaft aus und hoffen, dass die Landesregierung ihren Kartenentwurf entsprechend ändert."