Gut aufgestellt als Automobilzulieferer
02.03.16 12:46

Bürgermeister verwies bei Besuch der Trimet Automotive Sömmerda GmbH und Co. KG auch auf geplante Imagekampagne der Stadt

Bürgermeister Ralf Hauboldt, Standortleiter Frank Eberhardt und Jürgen Schröpfer (v. l.) im Bereich der Qualitätskontrolle mit einem Produktionsteil.

Der Rundgang von Bürgermeister, Standortleiter und Gießerei-Leiter Oliver Melzer (v. l.) führte auch zum Schmelzofen, den Gerd Kaulitz (im Hintergrund) gerade von Schlacke reinigt.

Bärbel Nachtweide kennzeichnet nach erfolgter Warenausgangsprüfung die Bauteile.

Im Dezember hatte Trimet das Schüler-Freizeit-Zentrum der Stadt Sömmerda mit einem großen Spendenscheck überrascht. Bürgermeister Ralf Hauboldt sprach damals bei Frank Eberhardt, Standortleiter Sömmerda bei Trimet, einen Betriebsbesuch an, der nun am 29. Februar realisiert wurde.

Im Beisein von Oliver Melzer, Leiter der Gießerei, und Betriebsratsvorsitzenden Jürgen Schröpfer führte Frank Eberhard den Bürgermeister und Petra Kunz von der Wirtschaftsförderung der Stadt durch das Unternehmen im Industriepark, das aus der ehemaligen Gießerei des Büromaschinenwerkes hervorgegangen ist und seit 2001 zur Trimet-Gruppe mit Sitz in Essen gehört. Sömmerda ist damit einer von acht Produktionsstandorten der Unternehmensgruppe, die auch in Frankreich agiert.

Zur Produktpalette im Sömmerdaer Betrieb gehören Aluminium-Gussteile für Fahrwerke, Motoren, Getriebe und Karosserien für die Autoindustrie. Aber auch das Thema Forschung und Entwicklung spielt eine nicht unwesentliche Rolle. So können am Standort Sömmerda im Rahmen des Konzerns eigene Legierungen entwickelt werden. „Das ist eine unserer Stärken“, so Frank Eberhardt. Und verweist in Sachen Entwicklung nicht ohne Stolz auch auf den erst jüngst erhaltenen Entwicklungsauftrag von Daimler, bei dem es sich um Bauteile einer 9-Gang-Automatik-Getriebeversion handelt.

Doch nicht nur Daimler steht in den Kundenbüchern für Aluminium-Druckgussteile aus Sömmerda, sondern zudem weitere namhafte Autohersteller wie beispielsweise Audi, BMW oder VW. Bei 75 Prozent der Teile ist Trimet in Sömmerda gar Alleinlieferant. In Richtung der Kunden verlassen  pro Tag rund 25 Tonnen produzierter Teile das Werk in Sömmerda.

Von einer nicht unbeträchtlichen Größenordnung sind auch die Investitionen, die in Sömmerda getätigt wurden - vor allem in den Maschinenpark, zu dem unter anderem zwei Druckgusszellen mit je 1.400 Tonnen Schließkraft gehören.

Trimet Sömmerda beschäftigt gegenwärtig 214 Mitarbeiter. „Mit wachsendem Umsatz wird personell weiter aufgestockt“, blickt Frank Eberhardt in die nahe Zukunft. Um den Fachkräftenachwuchs zu sichern, bildet der Betrieb seit vielen Jahren selbst aus - momentan sind es 13 junge Leute. Schwerpunkt  der Ausbildungsberufe ist der Gießereimechaniker. Denn gerade auch in diesem Bereich sei es schwierig, gute Fachkräfte zu bekommen, spricht Frank Eberhardt aus Erfahrung.

Das Thema Fachkräftegewinnung war auch eines der Themen in der der Betriebsführung vorangegangenen Gesprächsrunde. Neben einem guten Job sind es die so genannten weichen Standortfaktoren, die Leute an die Stadt bzw. Region binden. Als Stadt könne man mit Partnern demnächst kurzfristig drei neue Wohngebiete in Sömmerda anbieten, so Bürgermeister Ralf Hauboldt. „Und wir wollen uns auch weiter in dieser Richtung engagieren.“ Zudem sei seitens der Stadt eine Imagekampagne zu Sömmerda gemeinsam mit ansässigen Unternehmen geplant. „Was wir als Stadt von der Infrastruktur her absichern können, versuchen wir auch zu vernünftigen Preisen anzubieten“, betonte Bürgermeister Hauboldt.