Ideen für Sömmerda und die Region
12.01.16 10:20

In Zukunfts-Stadt-Konferenzen 2030 plus der Allianz „Thüringer Becken“ Visionen erarbeitet

An runden Tischen sitzend und in wechselnder Besetzung entwarfen und diskutierten die Teilnehmer im Volkshaus in Gesprächsrunden ihre Visionen für die künftige Stadtentwicklung, aber auch für die Allianz-Region.

Madlen Kratzsch und Tina Steinke vom Moderationsteam der FH Erfurt übergaben den Teilnehmern - hier Wolfgang Kunz - die Arbeitsmappen.

Die Ergebnisse der einzelnen Themenrunden wurden an Tafeln präsentiert. Burkhard Zeidler (r.) bringt hier für seine Gruppe die Stichpunkte an.

An acht Tischen im Volkshaus wurde am 08. und 09. Januar überlegt, diskutiert, wurden Ideen geboren und Zukunftsbilder entworfen. Dies alles passierte im Rahmen der Zukunfts-Stadt-Konferenzen, die zeitgleich in allen vier Mitgliedskommunen der Allianz „Thüringer Becken“ - in Sömmerda, Buttstädt, Kindelbrück und Straußfurt - stattfanden.

Mit den Zukunfts-Stadt-Konferenzen traten die vier Kommunen in Phase 1 des bundesweiten Wettbewerbs „Zukunftsstadt 2030 plus“, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgerufen hatte. Die Allianz gehört zu den rund 50 ausgewählten Kommunen, in denen gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung Ideen für eine gemeinsame Vision der Stadtentwicklung gesammelt werden. Dies vor dem Hintergrund des demografischen sowie sozioökonomischen Wandels, von Abwanderung und städtebaulichem Verfall, dem die vier Mitgliedskommunen der Allianz „Thüringer Becken“ mit dem Zusammenschluss in diesem Bündnis entgegenwirken wollen.

„Sie alle leisten einen wertvollen Beitrag zum Gelingen dieser Veranstaltung und legen den Grundstein für die zukünftige Entwicklung unserer schönen Region“, begrüßte Bürgermeister Ralf Hauboldt die Teilnehmer der Zukunfts-Stadt-Konferenz im Sömmerdaer Volkshaus. Er freue sich auf spannende und ergebnisreiche Diskussionen.

Eben solche wollte auch Dr. Frank Burlein von der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH (DSK) - seit über 20 Jahren Sanierungsträger in Sömmerda - anregen. „Es gibt kein Denkverbot. Bringen Sie sich aktiv ein“, forderte er die Teilnehmer auf.

Masterstudierende der Fachhochschule Erfurt - hier konkret vom Institut für Stadtforschung, Planung und Kommunikation -  führten durch die Konferenz. Sowohl sie als auch die DSK standen den Teilnehmern beratend zur Seite. Via Live-Schaltung bzw. Videoübertragung wurden in Sömmerda, Kindelbrück, Buttstädt und Kindelbrück Informationen innerhalb der Konferenzen ausgetauscht.

In Sömmerda waren es über 50 Teilnehmer, die ausgehend vom Rückblick in die Vergangenheit über die gegenwärtige Außen- und Innensicht Ideen bzw. Visionen für die Zukunft entwickelten. Dazu gehörten unter anderem Vorschläge für Lückenschlüsse im Radwegenetz und zur Optimierung des Öffentlichen Personennahverkehrs sowie Ideen zur Leerstandsreduzierung durch gezielte Vermarktung.

In einem nächsten Schritt erfolgt nun die Auswertung der Ergebnisse der vier Zukunfts-Stadt-Konferenzen. Dem schließt sich im Februar die Vorstellung der Ergebnisse an.

Gelingt der Allianz mit ihren vier Mitgliedskommunen der Sprung in Phase 2 des Wettbewerbs, stünde dann die weitere konzeptionelle Vertiefung der Visionen an.