Werkstattbesuch in Quedlinburg
21.11.18 10:56

Freundeskreis informierte sich über Schaffensstand zu „Minerva“

Der Freundeskreis in der Werkstatt von Prof. Dreysse. Links im Vordergrund die Salzmannschule und Salzmann selbst, an dem der Künstler gerade arbeitet. Rechts im Hintergrund ist der Turm der beflügelten Wesen zu sehen.

Prof. Dreysse erläutert Mitgliedern des Freundeskreises die Salzmann-Figur, die im Entstehen ist.

Sophie Magdalena Salzmann, ein Detail der Skulpturengruppe.

Die Sonne schien durch die großen Werkstattfenster auf den Turm der beflügelten Wesen. Dieser steht in der Werkstatt von Prof. Wolfgang Dreysse in Quedlingburg und dorthin reiste kürzlich der Freundeskreis Fortuna/Minerva mit Bürgermeister Ralf Hauboldt und Dr. Ulf Molzahn, Leiter Museum und Archiv. Im Gespräch mit dem Künstler und direkt vor Ort in der Werkstatt informierten sie sich über den gegenwärtigen Stand im Schaffensprozess für das dritte Bronzeskulpturen-Objekt, die „Minerva“.

Diese wird am Standort zwischen Rathaus, Bonifatiuskirche und Pfarrhaus ihren Platz erhalten. Dem Freundeskreis war es wie bereits zuvor schon bei der Skulpturengruppe „Fortuna“ gelungen, den städtischen Eigenanteil für das nunmehr dritte Kunstobjekt über eine Spendenaktion zu stemmen. Über 200 Bürger, Vereine, Firmen und Institutionen hatten die Aktion unterstützt.

Mit „Minerva“ setzt Prof. Dreysse das Thema Bildung und Kreativität künstlerisch in Szene und knüpft mit Elementen und Figuren wie der Salzmann-Schule, Christian Gotthilf Salzmann sowie dessen Frau Sophie Magdalena Salzmann die Verbindung zu Sömmerda. Der Salzmann-Schule, die bereits in Bronze gegossen in der Bildgießerei Wittkamp in Elmenhorst steht, wird dorthin demnächst der Turm der beflügelten Wesen zum Bronzeguss folgen.

Gegenwärtig arbeitet der Künstler an der Figur des Christian Gotthilf Salzmann, des 1744 in Sömmerda geborenen bekannten Pädagogen und Theologen. Auch Salzmanns Ehefrau Sophie Magdalena würdigt Prof. Dreysse in seiner Bronze-Skulpturengruppe.

Die für die Bronze-Skulpturengruppe namensgebende Minerva – antike Göttin der Weisheit – wird im Vergleich zum Modell im Schaffensprozess noch die ein oder andere kleine Änderung erfahren, so Prof. Dreysse.

Die Aufstellung der Bronze-Skulpturengruppe „Minerva“, mit der sich der Kreis der „Sömmerdaer Trilogie“ schließt, wird sich wegen einer mittlerweile überstandenen Erkrankung des Künstlers auf April kommenden Jahres verschieben. In die Finanzierung des 200.000 Euro-Kunstprojektes teilen sich Bund, Land und Kommune zu je einem Drittel.